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Meldung vom 15. September 2006

Snoop Dogg über seine Zeit mit Tupac

Zum zehnten Todestag sprach Snoop Dogg mit AllHipHop über Studiotempo, Treue vor Gericht und posthume Songs. Die Kernaussagen des Interviews.

Für sein Special MTV Masters: 2Pac hatte MTV Deutschland kein solches Gespräch zustande gebracht, dem US-Portal AllHipHop gelang es: Snoop Dogg blickte dort ausführlich auf seine gemeinsame Zeit mit Tupac zurück. Am 15. September 2006, kurz nach Tupacs zehntem Todestag, veröffentlichte die Seite eine deutsche Übersetzung des Interviews. Hier sind die Kernaussagen nach der Fassung der Seite.

Freestyles nach der Premiere, ein Rat an Suge Knight

Laut Snoop waren die beiden schon befreundet, bevor Tupac bei Death Row unterschrieb. Kennengelernt hätten sie sich auf der Premierenfeier zu Poetic Justice (1993), wo sie die Nacht über freestylten.

Als Tupac im Gefängnis saß, habe Snoop zu Suge Knight gesagt, das Label brauche ihn. Knight besuchte Tupac daraufhin im Gefängnis; nach seiner Freilassung im Oktober 1995 unterschrieb Tupac bei Death Row. Snoop sagte, er habe ihm danach alles angeboten, was er hatte, musikalisch etwa seinen Cousin Daz als Produzenten.

Drei bis vier Songs am Tag, Beistand vor Gericht

Im Studio zeigte Tupac der Crew laut Snoop, wie man Zeit nutzt. Während die anderen für einen Song mehrere Tage brauchten, nahm er drei, vier Songs an einem Tag auf. Tupac habe begonnen, die Crew zu organisieren und zusammenzuhalten. Snoop beschrieb sich selbst als jemanden ohne Führungsqualitäten, der sie erst von Tupac gelernt habe.

Über ihre Freundschaft sagte er: „So I exposed my whole world to him.“ Als Snoop 1995/96 wegen Mordes vor Gericht stand, er wurde freigesprochen –, sei Tupac ihm beigestanden.

Nur wer mit ihm arbeitete: Einspruch bei Afeni Shakur

Offen sprach Snoop über ein Spannungsfeld mit Afeni Shakur: Er habe ihr gesagt, Tupac hätte nicht gewollt, auf posthumen Songs neben Leuten zu erscheinen, die er nicht mochte. Seine Musik solle mit Menschen weitergeführt werden, mit denen er wirklich gearbeitet habe.

Auf die Frage, ob Tupac einen anderen Weg hätte gehen sollen, antwortete Snoop, er habe schnell und gut gelebt, wie James Dean; das Schicksal könne man nicht ändern.

Remix auf „Pac’s Life“, Laudatio in der Hall of Fame

Snoop blieb eine der wichtigsten Stimmen für Tupacs Erbe. Er ist auf dem Remix des Titelsongs von Pac’s Life (2006) zu hören. Als Tupac 2017 in seinem ersten möglichen Jahr in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde, hielt Snoop die Laudatio und nannte ihn den größten Rapper aller Zeiten.

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