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Meldung vom 19. Oktober 2007

2Pacs Mörder auf der Spur: Der Fall Suge Knight (Teil 1)

2007 entwarf der Blog die These, Suge Knight habe Tupacs Mord geplant. Was an der Spekulation dran war, welche Details falsch waren und was belegt ist.

Am 19. Oktober 2007 veröffentlichte der Blog der Seite (damals Thuglove.de / United-Tupac.Com) eine eigene Mordtheorie. Der Meinungsbeitrag stützte sich auf die Aussagen von Kevin Hackie, über die die Seite auch in den News berichtete, und entwickelte daraus ein eigenes Szenario.

Ein Mord aus Geldnot, getarnt als Rache

Der Autor ging davon aus, Suge Knight habe Tupac Millionen geschuldet und deshalb seinen Tod geplant. Knight habe die Prügelei mit Orlando Anderson provoziert, damit der Mord wie Rache aussehe, und Tupacs Leibwächter Frank Alexander durch Anrufe abgelenkt. Seine eigene Streifverletzung habe Knight als Mitopfer erscheinen lassen.

Anschließend habe er mit dem Makaveli-Album und der „7-Day-Theory“ an Tupacs Tod verdient und schließlich auch Biggie töten lassen, um den Ost-West-Konflikt anzuheizen.

Falsche Details und ein nie bewiesener Mordauftrag

Für diese Darstellung gab es keine Belege; sie war eine Spekulation des damaligen Autors. Einige Details waren zudem falsch: Der Boxkampf am 7. September 1996 war Mike Tyson gegen Bruce Seldon, nicht gegen Frank Bruno. All Eyez on Me entstand nicht in zwei Wochen, sondern zwischen Oktober und Dezember 1995. The Don Killuminati: The 7 Day Theory war bereits im Sommer 1996 aufgenommen und erschien am 5. November 1996, knapp zwei Monate nach Tupacs Tod.

In der Szene war die Knight-These 2007 dennoch weit verbreitet, etwa durch die Dokumentation Tupac Assassination: Conspiracy or Revenge (Oktober 2007), produziert von Frank Alexander. Darin war auch von hohen Schulden Knights gegenüber Death-Row-Künstlern und von Tupacs Absicht die Rede, das Label zu verlassen. Bewiesen wurde ein Mordauftrag nie.

Keine Anklage gegen Knight, Keffe D schuldig gesprochen

Suge Knight wurde im Fall Tupac nie angeklagt. Seit 2018 verbüßt er eine 28-jährige Haftstrafe wegen Totschlags in einem anderen Fall.

Schuldig gesprochen wurde am 31. August 2026 Duane „Keffe D“ Davis (Mord ersten Grades), Ex-Anführer der South Side Compton Crips; laut Anklage war die Tat Rache für die Prügelei gegen seinen Neffen Orlando Anderson. Stand Oktober 2026: Das Urteil ist nicht rechtskräftig (Davis kündigte Berufung an), das Strafmaß ist für den 13. Oktober 2026 angesetzt.

Fortsetzung: Teil 2.

Suge KnightThe Outlawz: Tupacs eigene Crew