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Meldung vom 29. Oktober 2007

Wie konnte 2Pac so viele Songs aufnehmen?

Zehn Jahre nach Tupacs Tod erschienen noch Alben. Wie er im Studio im Akkord arbeitete und warum posthume Releases keine Verschwörung belegen.

Zehn Jahre nach Tupac Shakurs Tod erschienen noch immer neue Alben. Manche Fans sahen darin den Beweis, dass er noch lebe. Am 29. Oktober 2007 widersprach dem ein Meinungsbeitrag im Blog dieser Seite (damals Thuglove.de / United-Tupac.Com): Die Erklärung sei kein vorgetäuschter Tod, sondern Tupacs enormes Arbeitstempo.

Ein „Workaholic“ gegen die Gerüchte

Der Autor fragte sich, wie Tupac zwischen seiner Haftentlassung 1995 und seinem Tod 1996 so viele Songs aufnehmen konnte. Die Fantheorie hielt er für unlogisch, da ein Großteil der Tracks schon kurz nach Tupacs Tod im Internet oder auf der Straße kursiert sei.

Die Erklärung sah er in Shakurs Arbeitshaltung: Er sei ein „Workaholic“ gewesen, der verstanden habe, dass ungenutzte Zeit verlorene Zeit sei. Der Beitrag endete mit der Hoffnung, Tupacs Mörder werde seine gerechte Strafe bekommen.

27 Songs in zwei Monaten, ein Album in sieben Tagen

Tupacs Arbeitstempo ist gut belegt. All Eyez on Me, ein Doppelalbum mit 27 Songs, entstand zwischen Mitte Oktober und Mitte Dezember 1995 und erschien am 13. Februar 1996. Das Makaveli-Album The Don Killuminati: The 7 Day Theory wurde laut XXL in sieben Tagen in der ersten Augustwoche 1996 fertiggestellt.

Snoop Dogg erzählte 2006, Tupac habe an einem Tag drei, vier Songs aufgenommen, während andere für einen Song Tage brauchten. Die Werbetexte zu Pac’s Life beschrieben, wie er in mehreren Studioräumen parallel arbeitete.

Die Zahl von 70 Prozent bereits 1997 kursierender Tracks, die der Beitrag nannte, lässt sich nicht belegen. Richtig ist aber, dass viele unveröffentlichte Aufnahmen als Bootlegs im Umlauf waren und die offiziellen posthumen Alben oft neu produzierte Fassungen enthielten.

75 Millionen Tonträger und ein spätes Urteil

Nach seinem Tod erschienen zahlreiche Alben mit bis dahin unveröffentlichtem Material, von R U Still Down? (Remember Me) 1997 bis Pac’s Life 2006, dem letzten posthumen Studioalbum. Laut offizieller Website hat Tupac weltweit über 75 Millionen Tonträger verkauft.

Und die Hoffnung des Autors erfüllte sich zumindest vor Gericht: Am 31. August 2026 wurde Duane „Keffe D“ Davis in Las Vegas des Mordes ersten Grades schuldig gesprochen. Stand Oktober 2026: Das Urteil ist nicht rechtskräftig (Davis kündigte Berufung an), das Strafmaß ist für den 13. Oktober 2026 angesetzt. Siehe Tupacs Mörder nach 22 Jahren entlarvt?.