Meldung vom 3. August 2008
2Pac, sein wahres Gesicht (Teil 3): Wie verlief der Mord wirklich?
Fehde als Show, der Staat als Mörder: Was der Blog 2008 über Tupacs Tod behauptete, und wie das Urteil von 2026 die Spekulationen beendete.
Archiv-Notiz: Die Fehde sei nur Show gewesen und der Staat der Täter: Am 3. August 2008 erschien dieser Meinungsbeitrag im Blog der Seite (damals Thuglove.de / United-Tupac.Com) als Abschluss der Reihe „2Pac, sein wahres Gesicht“.
Die Fehde als Show, der Staat als Mörder
Der Autor deutete Biggies „Who Shot Ya?“ als Rechtfertigung im Sinne von „Ich war es nicht, wer dann?“ und Tupacs „Hit ’Em Up“ als überzogene Antwort, die vor allem seinem Label diente. Im Hip-Hop-Geschäft sei vieles Show, beide Labels hätten am Streit verdient. Selbst in Interviews aus dem Gefängnis habe Tupac Biggie noch als „kleinen Bruder“ bezeichnet.
Am Ende stand die These, der Staat habe Tupac ermorden lassen, wie es angeblich 2001 für Martin Luther King bestätigt worden sei. Der Beitrag schloss mit „Ruhe in Frieden“ für King, Tupac und Christopher Wallace.
Bitterer Ernst statt Show, falscher King-Vergleich
Zu „Who Shot Ya?“ stellte Biggie selbst klar, der Song sei vor dem Überfall auf Tupac geschrieben worden und nicht auf ihn gemünzt. Tupac verstand ihn dennoch als Spott. Dass die Fehde reine Show gewesen sei, lässt sich nicht halten: Beide Seiten äußerten sich bis zuletzt verletzt und gekränkt.
Die Behauptung zu Martin Luther King ist falsch. 1999 kam eine Zivil-Jury in Memphis zwar zu dem Schluss, es habe eine Verschwörung gegeben, und sprach der Familie King symbolische 100 Dollar zu. Das US-Justizministerium untersuchte die Vorwürfe daraufhin, fand im Juni 2000 aber keine belastbaren Belege dafür. Eine Bestätigung, dass das FBI King ermorden ließ, gab es nie.
Schuldspruch in Las Vegas: Gang-Rache statt Staatskomplott
Der Autor schrieb 2008, Tupacs Tod werde irgendwann aufgeklärt. Vor Gericht kam es tatsächlich so weit, nur anders als vermutet: Am 31. August 2026 sprach eine Jury in Las Vegas Duane „Keffe D“ Davis, Ex-Anführer der South Side Compton Crips, des Mordes ersten Grades schuldig. Laut Anklage war die Tat Rache für die Prügelei gegen seinen Neffen Orlando Anderson im MGM Grand. Hinweise auf staatliche Täter spielten im Verfahren keine Rolle.
Stand Oktober 2026: Das Urteil ist nicht rechtskräftig (Davis kündigte Berufung an), das Strafmaß ist für den 13. Oktober 2026 angesetzt. Wo der Blog ein Staatskomplott vermutete, ging es vor Gericht am Ende um Bandenrache.
Mehr: Tupacs Mörder nach 22 Jahren entlarvt? · Teil 1 · Teil 2