Meldung vom 2. September 2026
Verteidiger kündigt Berufung an
Michael Sanft kündigt Berufung an: Kern des Streits ist das Proffer-Interview von 2008. Möglich ist dieser Schritt erst nach dem Strafmaß.
Kaum war die Entscheidung gefallen, kündigte Verteidiger Michael Sanft am 2. September 2026 gegenüber NBC News an, dass Duane „Keffe D“ Davis gegen das Urteil Berufung einlegen wird. „Noch bevor die ersten Geschworenen zur Auswahl erschienen, wussten wir, dass das ein Berufungsthema werden würde“, sagte er.
Die Richterin ließ das Proffer-Interview zu
Das Herzstück sei die Entscheidung der Richterin, den Geschworenen Aussagen aus dem Proffer-Interview von 2008 zugänglich zu machen, einer Vernehmung unter Schutz vor Selbstbelastung. Sanft halte das für „hochgradig vorurteilsbelastend“. Auch die Dauer der Beratung kritisierte er: Die Jury habe nach zweieinhalb Stunden entschieden.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig
Eine Berufung ist erst nach der Verkündung des Strafmaßes am 13. Oktober möglich; Sanft will zunächst das Mindestmaß beantragen. Danach hat die Verteidigung 30 Tage Zeit für die Anzeige und weitere vier Monate für den Antrag beim Obersten Gericht. Sanft schätzte die Dauer auf bis zu ein Jahr. Bis dahin gilt das Urteil als nicht rechtskräftig.
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