Meldung vom 19. April 2024
Rap-Streit per KI: Drake nutzt Tupac-Stimme auf „Taylor Made Freestyle“
Im Streit mit Kendrick Lamar lässt Drake eine KI-Stimme von Tupac rappen. Ein Zug, der Kritiker und den Nachlass auf den Plan ruft.
Am 19. April 2024 griff Drake im Rap-Streit zu einem ungewöhnlichen Mittel: Sein Song „Taylor Made Freestyle“, der sich gegen Kendrick Lamar und Taylor Swift richtet, beginnt mit künstlich erzeugten Stimmen, die klingen wie Tupac und Snoop Dogg.
Eine KI fordert die Westküste heraus
Die KI-Tupac-Stimme fordert Lamar darin auf, die Westküste anzuführen. Snoop Dogg lebt, Tupac ist 1996 gestorben.
Doppelmoral und der ELVIS Act
Auf X fielen die Reaktionen gemischt aus: Manche fanden den Schritt geschmacklos, andere verteidigten ihn als Zug im Rap-Streit. Billboard nannte ihn in einem Kommentar „Chuzpe“ und wies darauf hin, dass sich Drake zuvor selbst gegen KI-Imitationen seiner Stimme gewandt hatte.
In den USA werden Gesetze zum Schutz von Stimmen diskutiert; Tennessee hatte gerade den ELVIS Act verabschiedet. Wenige Tage später reagierte der Nachlass juristisch, siehe die Meldung vom 24. April.