Meldung vom 5. Oktober 2023
„Biggie & Tupac“: Regisseur Broomfield korrigiert Mordthese
Nach der Festnahme von Duane Davis räumt Nick Broomfield ein: Die These aus „Biggie & Tupac“, Suge Knight habe den Mord angeordnet, war falsch.
Nach der Festnahme von Duane Davis räumte Nick Broomfield im Rolling Stone ein, dass sein Film Biggie & Tupac von 2002 in einem Punkt falsch lag. Der britische Dokumentarfilmer stützte darin die These des früheren LAPD-Detectives Russell Poole, Suge Knight habe Tupacs Ermordung angeordnet, weil Tupac Death Row verlassen wollte.
Poole irrte bei Tupac, behielt bei Biggie recht
Das sei, so Broomfield, nicht richtig gewesen. Dass Tupac wechseln wollte, stimme zwar, aber es sei schwer vorstellbar, dass Knight neben ihm im Wagen saß. Poole habe sich auch hier getäuscht, bei Biggie aber recht gehabt.
Streit mit Anderson und die Frage nach Polizisten
Tupac habe sich mit Orlando Anderson angelegt, den Broomfield als Auftragskiller der Crips bezeichnet, und mit seinem Gangster-Auftreten Rache provoziert. Broomfield vermutet, der Fall Tupac sei auch deshalb so spät angeklagt worden, weil danach die Frage nach Biggies Mördern und beteiligten Polizisten folge.
Davis galt zu diesem Zeitpunkt als unschuldig; die Äußerungen sind Broomfields Meinung.