Meldung vom 13. März 2020
Tupac-Nachlass und Soundgarden steigen aus Klage gegen Universal aus
Rückzug mit Vorbehalt: Der Shakur-Trust und Soundgarden zogen ihre Ansprüche zum Universal-Brand von 2008 zurück, behielten sich einen Wiedereintritt vor.
Die Klägerfront gegen Universal bröckelt: Am 13. März 2020 nahmen Tom Whalley, der den Afeni Shakur Trust vertritt, und die Band Soundgarden ihre Ansprüche in der Sammelklage gegen die Universal Music Group freiwillig zurück. Billboard und Rolling Stone berichteten. Als Klägerparteien blieben nur Jane Petty, die Ex-Frau von Tom Petty, und Steve Earle übrig. Der Nachlass behielt sich vor, später wieder als Klassenmitglied beizutreten.
Kläger warfen Universal Verschweigen vor
Hintergrund ist der Brand auf dem Universal-Gelände von 2008. Laut einem Bericht der New York Times wurden dort bis zu 500.000 Titel zerstört. Die Kläger warfen Universal vor, das verschwiegen zu haben (Klage von 2019). Universal hatte im August erklärt, Tupacs Masterbänder seien nicht verloren.
Archiv meldet Sicherungen für jedes Album
In einer internen Mitteilung vom 5. März, die der Hollywood Reporter zitierte, schrieb UMG-Chefarchivar Pat Kraus, sein Team habe mehr als 150.000 Bestände geprüft. Weniger als 0,1 Prozent könnten vom Feuer betroffene Originale sein. Fast alle seien zuvor veröffentlicht worden, für jedes Album gebe es Sicherungen.