Meldung vom 23. Juni 2017
Kevin Powell verklagt die Macher von „All Eyez on Me“
Kevin Powell warf den Machern von „All Eyez on Me“ Diebstahl seiner Vibe-Reportagen vor, und räumte ein, die Texte selbst ausgeschmückt zu haben.
Kaum lief All Eyez on Me in den Kinos, lag der Film vor Gericht. Am 23. Juni 2017, eine Woche nach dem Kinostart, reichte der Journalist und Aktivist Kevin Powell vor einem Bundesgericht in New York Klage gegen Lionsgate, Morgan Creek und weitere Beteiligte ein. Er wirft dem Film vor, sich bei seinen Vibe-Titelgeschichten der 1990er bedient zu haben, darunter den Gesprächen mit Tupac im Clinton Correctional Facility 1995, ohne Nennung und Honorar (siehe auch Interviews).
Powell erfand „Nigel“, der Film übernahm ihn
Brisant ist ein Zugeständnis in der Klageschrift: Teile der Artikel seien vom Autor „verändert oder ausgeschmückt“ worden. Als Beispiel nennt die Klage die Figur „Nigel“, die Powell selbst erfunden habe, um eine reale Person zu verdichten. Im Film tauche sie nun in derselben Rolle auf. Billboard fragte daraufhin, ob sich ein Journalist auf Urheberrecht berufen kann, wenn der Film dieselben historischen Ereignisse zeigt.
Ein Ergebnis des Verfahrens nennen die gesichteten Quellen nicht. Zum Film siehe All Eyez on Me (Spielfilm, 2017).