Meldung vom 2. November 2005
Cynthia McKinney bringt den „Tupac Amaru Shakur Records Collection Act“ in den Kongress ein
Am 2. November 2005 legte die Abgeordnete Cynthia McKinney einen Gesetzentwurf vor: Alle Regierungsunterlagen zu Tupacs Leben und Tod sollten öffentlich werden.
Am 2. November 2005 brachte die demokratische Abgeordnete Cynthia McKinney aus Georgia im US-Repräsentantenhaus den Gesetzentwurf H.R. 4210 ein. Sein Kurztitel: „Tupac Amaru Shakur Records Collection Act of 2005“. Der Entwurf ging an den Ausschuss für Regierungsreform und an den Geschäftsordnungsausschuss.
Was der Entwurf verlangte
Alle Unterlagen der Regierung über Tupacs Leben und Tod sollten erhalten und grundsätzlich sofort offengelegt werden. Das Nationalarchiv sollte binnen 60 Tagen nach Inkrafttreten eine eigene Sammlung unter Tupacs Namen anlegen. Eine vollständige Kopie, ohne Gegenstände, sollte im Tupac Amaru Shakur Center for the Arts in Stone Mountain stehen, das im Juni 2005 eröffnet worden war. Ein unabhängiger Bürgerbeirat sollte die Freigabe begleiten.
Vorbild und Hintergrund
Laut Pollstar war der Entwurf dem Gesetz über die Unterlagen zum Kennedy-Attentat nachgebildet; AllHipHop verwies auf McKinneys früheren Entwurf zu den Unterlagen über Martin Luther King. Ihre Pläne hatte sie im September auf einer Tagung des Congressional Black Caucus vorgestellt, in einer Gesprächsrunde über staatliche Überwachung politischer Musiker. Hinter dem Vorstoß stand die Vermutung, Behörden hätten Tupac beobachtet. Ein Hinweis darauf, dass der Entwurf je über die Ausschüsse hinauskam, fand sich nicht.