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Meldung vom 16. September 2003

Sieben Jahre ohne Anklage: AllHipHop befragt Staatsanwalt und Chefermittler in Las Vegas

Rund um Tupacs siebten Todestag veröffentlichte AllHipHop im September 2003 eine Interviewreihe. Bezirksstaatsanwalt David Roger und Chefermittler Kevin Manning erklärten, warum es keine Anklage gab.

Am 13. September 2003 jährte sich Tupacs Tod zum siebten Mal. AllHipHop brachte dazu eine Reihe langer Interviews zum ungeklärten Fall. Den Anfang machte am Jahrestag Chuck Philips, Autor der LA-Times-Serie von 2002. Am 16. und 18. September kamen dann die beiden Männer zu Wort, auf die es für eine Anklage ankam. Der Interviewer machte kein Geheimnis aus seiner Haltung: „7 years is long enough!“, schrieb er und druckte Telefonnummern und E-Mail-Adressen der beiden ab, damit Leser Druck machen konnten.

Der Staatsanwalt: Kein Fall auf dem Tisch

David Roger, seit Januar 2003 Bezirksstaatsanwalt von Clark County, sagte, die Polizei habe seinem Amt nach seinem Wissen nie einen Fall vorgelegt. Eine Grand Jury rufe man in der Regel nur ein, wenn eine Anklage angestrebt werde. Die Unterlagen zu Tupacs Tod habe er selbst nie gelesen, und auch sonst habe sie nach seiner Kenntnis niemand in seiner Behörde geprüft.

Der Ermittler: Keine Beweise gegen irgendwen

Sergeant Kevin Manning, Leiter der Ermittlungen bei der Polizei von Las Vegas, blieb bei einer Linie: Was er persönlich glaube, zähle nicht, es gehe um Beweise. Und es gebe bis heute keine, weder direkte noch Indizien, die auf eine bestimmte Person deuteten. Augenzeugen habe es viele gegeben, darunter Suge Knight selbst, doch niemand habe ausgesagt, den Täter erkannt zu haben. Eine eidesstattliche Erklärung, die belastende Aussagen gegen Orlando Anderson enthielt, nannte Manning Hörensagen, nicht genug für eine Anklage.

Orlando „Baby Lane“ AndersonSuge Knight

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