Meldung vom 7. September 2002
LA-Times-Serie, Teil 2: Schwere Vorwürfe gegen die Polizei von Las Vegas
Im zweiten Teil seiner Serie warf Chuck Philips der Polizei von Las Vegas Versäumnisse vor. Die Ermittler verwiesen auf Zeugen, die nicht reden wollten.
Der Mord an Tupac hätte aufgeklärt werden können: Das ist die These des zweiten Teils der Serie von Chuck Philips, den die Los Angeles Times am 7. September 2002 druckte. Der Text listet Fehler der Polizei von Las Vegas auf und zitiert Ermittler, die die Schuld bei schweigenden Zeugen sehen.
„Tupac got the same treatment“
Sergeant Kevin Manning, der die Ermittlungen leitete, verwies auf 168 weitere Tötungsdelikte, die sein Team damals bearbeitete. Aus Tupacs Umfeld habe es „no cooperation whatsoever“ gegeben. Philips hielt dagegen, die Ermittler hätten die Schlägerei im MGM Grand unterschätzt. In der Gangkultur sei sie ein Grund zum Töten gewesen, sagte Wes McBride vom Verband der kalifornischen Gang-Ermittler. Orlando Anderson sei kaum befragt worden.
Zeugen auf dem Asphalt
E.D.I. Mean, der im Wagen hinter Tupac saß, schilderte, wie Polizisten den Begleitern Waffen ins Gesicht hielten und sie bäuchlings auf die Straße legen ließen. Yaki Kadafi habe angegeben, den Schützen erkennen zu können. Er wurde am 10. November 1996 in New Jersey erschossen, während die Ermittler noch Fotos möglicher Verdächtiger zusammenstellten. Laut Philips misstrauten Beamte in Las Vegas zudem der Polizei von Los Angeles, die ihnen zu nah an Suge Knight erschien.
E.D.I. Mean (Malcolm Greenidge)Yaki Kadafi (Yafeu Fula)Orlando „Baby Lane“ AndersonSuge Knight