Meldung vom 6. September 2002
„Who Killed Tupac Shakur?“: Die Los Angeles Times nennt Orlando Anderson als Schützen
Am 6. September 2002 erschien der erste Teil von Chuck Philips' LA-Times-Serie. Sie nennt Orlando Anderson als Schützen und belastet Biggie, unbewiesen.
Kurz vor dem sechsten Todestag hat die Los Angeles Times eine eigene Antwort auf die Frage nach Tupacs Tod veröffentlicht. Am 6. September 2002 erschien der erste Teil der Serie „Who Killed Tupac Shakur?“ von Chuck Philips. Der Reporter hatte nach eigenen Angaben mehr als ein Jahr recherchiert und mit Polizisten und Gangmitgliedern gesprochen, die bis dahin geschwiegen hatten. Vorab hatte er der New York Post eine „definite East Coast connection“ angekündigt.
Die Kernbehauptungen
Als Schützen nannte Philips Orlando Anderson von den Southside Crips, 1998 selbst erschossen und nie angeklagt. Motiv sei Rache für die Prügel in der Lobby des MGM Grand gewesen. Weiter behauptete die Zeitung, The Notorious B.I.G. habe den Crips eine Million Dollar geboten und seine eigene Pistole gestellt. Nach rap.de lief der Kontakt laut Artikel über Leute, die Sean Combs als Sicherheitskräfte beschäftigt habe. Stellungnahmen der Beschuldigten enthielt der Text nicht.
Erste Reaktionen
E.D.I. Mean von den Outlawz zeigte sich gegenüber AllHipHop geschockt: „I hope he’s got good, good evidence.“ Vergeltung wolle er nicht. Biggies Familie wies die Darstellung umgehend zurück. Bewiesen wurde der Vorwurf gegen Biggie nie (mehr zum Fall Philips).
Orlando „Baby Lane“ AndersonThe Notorious B.I.G. (Christopher Wallace)Sean „Puffy“ Combs und Bad Boy RecordsE.D.I. Mean (Malcolm Greenidge)