Meldung vom 3. Oktober 2001
C. Delores Tucker scheitert endgültig mit ihrer Klage gegen Time und Newsweek
Am 1. Oktober 2001 lehnte der Supreme Court C. Delores Tuckers Fall ab. Damit blieb es bei ihrer Niederlage gegen Time und Newsweek vom Januar 2001.
Die Rap-Gegnerin C. Delores Tucker ist mit ihrer Klage gegen Time und Newsweek endgültig gescheitert. Am 1. Oktober 2001 lehnte der Supreme Court der USA es ab, den Fall zur Prüfung anzunehmen (Tucker v. Fischbein, Nr. 00-1714). Damit blieb das Urteil des Bundesberufungsgerichts für den dritten Bezirk (Third Circuit) vom 9. Januar 2001 bestehen. AllHipHop meldete den Ausgang am 3. Oktober 2001 und schrieb die Entscheidung ungenau dem „3rd Circuit“ des Supreme Court zu. Die damals 74-Jährige und ihr Ehemann hatten zuvor von Tupacs Nachlass zehn Millionen Dollar verlangt, unter anderem wegen „loss of consortium“, also der Beeinträchtigung ihrer Ehe.
Zeilen auf „All Eyez on Me“
Anlass waren Textstellen über Tucker auf Tupacs Album All Eyez on Me von 1996. Auch ihre Klage wegen der Liedtexte selbst blieb ohne Erfolg. Daneben zog Tucker auch gegen Medien, Reporter und den Nachlass-Anwalt Richard Fischbein vor Gericht, weil Time und Newsweek ihre Klage auf ein Sex-Thema verkürzt hätten.
Tucker gilt als Person des öffentlichen Lebens
Tucker und ihr Mann hatten eingeräumt, Personen des öffentlichen Lebens zu sein, und so behandelte sie das Berufungsgericht im Januar 2001. Sie hätte deshalb nachweisen müssen, dass die Reporter böswillig handelten. Diesen Nachweis sahen die Richter nicht. Offen blieb nur das Verfahren gegen Fischbein. Als Aktivistin hatte Tucker laut AllHipHop fast im Alleingang dafür gesorgt, dass Death Row den Vertrieb über Time Warner verlor.