Meldung vom 24. Juni 2000
Zweite Tupac-Konferenz in Oakland zeigt ein Video des 17-Jährigen
Ende Juni 2000 trafen sich in einer Schule in Oakland Fans, frühere Black Panther und Weggefährten zur zweiten Tupac Amaru Shakur One Nation Conference.
Am Samstag, dem 24. Juni 2000, wurde die Aula der Fremont High School in Oakland für einen Tag zum Gesprächsraum über Tupac. Die Tupac Amaru Shakur One Nation Conference nutzte sein Vermächtnis als Ausgangspunkt für politische Diskussionen, mit Vorträgen, Filmen und Workshops. MTV News berichtete am 27. Juni darüber. Es war die zweite Konferenz dieser Art, die erste hatte im Dezember stattgefunden.
Ein Schüler mit großen Plänen
Den stärksten Moment lieferte ein 20 Minuten langes Video. Lehrer seiner früheren Schule hatten darin den 17-jährigen Tupac interviewt. MTV nannte als Schule die Terra Linda High School; nach anderen Berichten besuchte Tupac aber die Tamalpais High School in Mill Valley, die auch als Schauplatz seines ersten Videointerviews von 1988 gilt (Sausalito Historical Society, Atlanta Black Star). Er sprach über seine Familie, seine politischen Ansichten und seine Ziele, erzählte, wie er für das Interview seinen Job in einer Pizzeria aufgab, und forderte Unterricht über Polizeigewalt und Hunger statt Französisch und Deutsch. Gezeigt hat das Video Leila Steinberg, seine frühere Managerin. Sie spielte auch Ausschnitte aus dem geplanten Album The Rose That Grew from Concrete vor, auf dem Künstler Tupacs Gedichte vertonen.
Kleiner Kreis, lange Gespräche
Am Vormittag kamen nur wenige, bis Mittag wuchs die Runde auf etwa 70 Menschen. Bobby McCall, früherer Black Panther und Vater von Money B aus Digital Underground, erinnerte an einen freundlichen, klugen Jungen. Money B rappte auf Wunsch Zeilen aus einem neuen Lied über Tupac. M1 von Dead Prez und Geronimo Pratt konnten nicht kommen. Steinberg fasste ihren Antrieb so zusammen: Sie sei nicht von Tupac besessen, sondern von „revolution“ und „change“.