Meldung vom 24. Juli 1997
Grand Jury prüft die Anfänge von Death Row
Kam das Startkapital von verurteilten Drogenhändlern? Im Juli 1997 berief das Justizministerium eine Grand Jury zu den Ursprüngen von Tupacs letztem Label.
Die Ermittlungen gegen Death Row Records gingen im Sommer 1997 in die entscheidende Phase. Am 24. Juli berichtete die Los Angeles Times, das US-Justizministerium habe in Los Angeles eine Grand Jury einberufen, die die Ursprünge des Labels untersuchen solle. Im Blick stand das Verhältnis zwischen dem inhaftierten Labelchef Suge Knight, seinem Anwalt David Kenner und zwei verurteilten Drogenhändlern, Michael „Harry-O“ Harris und Patrick Johnson.
Startgeld aus dem Gefängnis?
Die Ermittler wollten wissen, ob Harris und Johnson, beide früher Mandanten von Kenner, Geld für die Gründung gegeben hatten. Harris, der eine Strafe von 28 Jahren verbüßte, behauptete, er habe Ende 1991 1,5 Millionen Dollar für den Start bereitgestellt. Knight bestritt das. Offiziell bestätigte das Justizministerium kein Verfahren; nach Quellen der Zeitung ging es um Steuerdelikte und mögliche Verbindungen zu Banden, Drogenhandel und Geldwäsche.
Anfang September berichtete die Zeitung, FBI-Agenten hätten Musikmanager in Los Angeles zu Harris befragt. Das Magazin fasst diesen Strang zusammen: Häftling Harry-O: „Ich habe Death Row mitgegründet“.