Meldung vom 27. Februar 1997
Zwei Zeugen aus Tupacs Konvoi: Die Polizei habe nie nachgefragt
Ein Leibwächter und ein Rapper aus dem Wagen hinter Tupac sagten, sie hätten die Angreifer gesehen. Als die Polizei sie im März befragte, half das nicht weiter.
Ende Februar 1997 meldeten sich zwei Männer aus Tupacs Konvoi in der Los Angeles Times zu Wort: der Leibwächter Frank Alexander und der Rapper Malcolm Greenidge (E.D.I. Mean). Sie hatten im Wagen direkt hinter dem BMW gesessen und sagten, sie hätten die Angreifer gesehen und das der Polizei noch in der Tatnacht mitgeteilt. Gebeten, sich Fotos von Verdächtigen anzusehen, habe man sie nie.
„Selbst Inspektor Clouseau“
Richard Fischbein, Anwalt von Afeni Shakur, spottete, selbst Inspektor Clouseau hätte den beiden längst eine Gegenüberstellung angeboten. Die Polizei bestritt die Darstellung, sprach aber von einem möglichen Durchbruch. Nach Angaben der Las Vegas Sun hatte Greenidge vier Männer in einem weißen Cadillac vorbeifahren sehen, den Schützen selbst aber nicht.
Im März fuhren Ermittler aus Las Vegas nach Südkalifornien. Alexander sah sich Fotos an und erkannte niemanden, Greenidge erklärte, den Schützen nicht gesehen zu haben, und wollte keine Bilder ansehen. Mehr dazu im Magazin: Zwei Zeugen, zwei Versionen.
Frank Alexander: Tupacs Leibwächter im letzten JahrE.D.I. Mean (Malcolm Greenidge)Afeni Shakur: Panther, Mutter, Nachlassverwalterin