Meldung vom 4. Februar 1997
Drei Verdächtige, kein Zeuge: Afeni Shakur greift die Polizei in Las Vegas an
Die Polizei nannte erstmals Orlando Anderson einen Verdächtigen. Tupacs Mutter warf ihr vor, den Mord an ihrem Sohn nie ernsthaft aufklären zu wollen.
Fünf Monate nach den Schüssen hatte die Polizei in Las Vegas den Kreis der Verdächtigen auf drei Männer aus Los Angeles eingegrenzt. Einen nannte Sergeant Kevin Manning am 3. Februar 1997 beim Namen: Orlando Anderson, den Mann aus der Schlägerei im MGM Grand. Man betrachte ihn als Verdächtigen, habe aber keine direkten Beweise. „Wir haben Verdächtige und Kugeln, aber keine Waffe und keine Zeugen.“
Vorwürfe von beiden Seiten
Die Polizei klagte über Zeugen, die schwiegen, darunter Suge Knight und mehr als ein Dutzend Begleiter. Afeni Shakur hielt dagegen: Schon als ihr Sohn im künstlichen Koma lag, habe die Polizei im Fernsehen erklärt, er arbeite nicht mit. Ihr sei vom ersten Tag an klar gewesen, dass in Las Vegas niemand ernsthaft an der Aufklärung interessiert sei. Mehrere Zeugen sagten der Los Angeles Times, sie seien nie zu weiteren Befragungen gebeten worden; in der Tatnacht habe die Polizei sie zunächst mit gezogenen Waffen wie Verdächtige behandelt.
In der Sendung „Prime Time Live“ auf ABC wiederholte Afeni Shakur am 5. Februar ihre Kritik. Ihre Abrechnung steht im Magazin: Afeni Shakurs Abrechnung mit der Polizei von Las Vegas.
Afeni Shakur: Panther, Mutter, NachlassverwalterinOrlando „Baby Lane“ Anderson