Zum Inhalt
Design:StandardSiebdruck
Die deutsche Tupac-Shakur-Seite · seit 2002 Leben, Werk, Umfeld und Tod Design:StandardSiebdruck
United·Tupac.Com Seit 2002
Menü

1996-02401 Wörter · 2 Min.

Live from Death Row (Teil 4 von 4): Snoop vor Gericht, Knight droht

Snoops Mordprozess beginnt, Suge Knight droht bei Fragen zu Atlanta: Im Vibe-Finale von 1996 sieht Kevin Powell die tödliche Eskalation heraufziehen.

Original: „Live From Death Row“ (Teil 4) · Vibe · Kevin Powell · Februar 1996

Am Videoset fächert Tupac vor einer Fernsehkamera einen Stapel Hundert-Dollar-Scheine auf, die Knight ihm gerade gegeben hat: „deshalb habe ich bei Death Row unterschrieben“. Powell fragt sich, ob Tupac damit nicht genau das Klischee bedient, das Rap-Gegner verbreiten. Der Schlussteil der Reportage führt von dieser Szene direkt in den Gerichtssaal, und zu einer offenen Drohung.

Vor Gericht: Snoop plädiert auf Notwehr

Eine Woche später saß Powell im Gerichtsgebäude von Los Angeles, wo die Jury für den Mordprozess gegen Calvin Broadus alias Snoop Doggy Dogg ausgewählt wurde. Snoop und sein Leibwächter McKinley Lee beriefen sich beim Tod von Philip Woldemariam im August 1993 auf Notwehr.

Anwalt David Kenner, zuständig für alles bei Death Row, warnte davor, aus Liedtexten auf den Menschen zu schließen. Snoop sagte, Gott stelle Erfolgreiche auf die Probe, und riet jungen Fans, Gott an die erste Stelle zu setzen.

Fragen zu Atlanta: Suge Knight vergisst nichts

Zurück bei Knight: Auf die Frage, ob er wirklich glaube, Combs habe etwas mit dem Tod seines Freundes in Atlanta zu tun, wich dieser aus. Am Ende des Gesprächs stellte er Powell zur Rede: Die Fragen über den Toten seien respektlos gewesen, und er vergesse so etwas nicht.

Powell rekonstruierte die Nacht in Atlanta: eine Party von Jermaine Dupri, eine Afterparty, ein Streit vor dem Club, ein Toter. Knight und Combs bestritten beide, dass es eine Fehde gebe. Powell verließ das Büro mit dem Gefühl, dass hier zwei der erfolgreichsten jungen schwarzen Unternehmer aufeinander zusteuerten.

Schüsse aus dem Auto: Die Befürchtungen bestätigen sich

Die Befürchtungen bestätigten sich auf schlimme Weise. Snoop wurde am 20. Februar 1996 vom Mordvorwurf freigesprochen. Tupac starb im September 1996, The Notorious B.I.G. im März 1997, beide durch Schüsse aus einem fahrenden Auto. Im Februar 1997 riefen Combs und Snoop öffentlich zum Waffenstillstand auf. Knight und Combs selbst trafen nie aufeinander, wie Powell es sich wünschte.

Der Freund aus Atlanta war Jake Robles, der im Herbst 1995 nach der Party erschossen wurde. Knight machte Combs’ Umfeld verantwortlich; Combs bestritt jede Beteiligung, aufgeklärt wurde der Fall nicht. Knights Schlusssatz, Death Row werde „für immer“ bestehen, hielt ein Jahrzehnt: 2006 meldete das Label Insolvenz an.

Weiterlesen