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1996-02457 Wörter · 2 Min.

Live from Death Row (Teil 2 von 4): Puffy, Stretch und Knights Spielregeln

Ein Mordauftrag gegen Puffy, ein toter Freund in Queens und Suge Knight, der abwinkt: Teil 2 von Kevin Powells Vibe-Reportage aus dem Februar 1996.

Original: „Live From Death Row“ (Teil 2) · Vibe · Kevin Powell · Februar 1996

Sean „Puffy“ Combs fürchtet um sein Leben: Er habe von einem Mordauftrag gegen sich gehört, erzählt er Kevin Powell, und fragt, warum man ihn so hasse. Mitten in dieser bedrohlichen Stimmung setzt der zweite Teil von Powells Titelgeschichte aus dem Februar 1996 an: Die Fehde zwischen Death Row und Bad Boy bestimmt das Geschehen.

Misstrauen nach New York und ein Mord in Queens

Powell erinnert an Tupacs Andeutungen im Vibe-Interview vom April 1995: Combs, Biggie, Stretch und andere hätten sich nach dem Überfall in New York verdächtig verhalten. Genau ein Jahr nach diesem Überfall, am 30. November 1995, wurde Stretch in Queens erschossen. Tupac wollte das nicht kommentieren.

Auf Tupacs neuem Doppelalbum singt Faith Evans mit, Bad-Boy-Künstlerin und Biggies Ehefrau. Auf die Frage nach mehr als Studioarbeit sagt Tupac nur, er erzähle nichts über sein Liebesleben.

„Was you there?“Knight weicht aus, Dre wartet im Studio

Dann rückt Suge Knight ins Bild. Auf die Gerüchte angesprochen, erklärt er, wer an der Spitze stehe, ziehe eben Gerüchte an. Den Vorwurf, er habe Andre Harrell zu neuen Verträgen gedrängt, kontert er mit der Gegenfrage: „Was you there?“ Damit ist das Thema für ihn erledigt.

Powell skizziert Knights Werdegang: Compton, Footballspieler an der Universität von Nevada in Las Vegas, dann der Einstieg ins Musikgeschäft. Gelungen sei ihm der nach eigener Aussage mit einem Verlag, der an Vanilla Ices Hit verdiente. Knight will lieber mit seinen Künstlern im Studio sitzen als mit Managern Golf spielen.

Am Ende wechselt die Szene zu Dr. Dre. Während er im Studio auf Tupac wartet, spricht er überraschend schüchtern über seine Anfänge mit dem World Class Wreckin’ Cru.

Einordnung: Wie weit der Konflikt Anfang 1996 schon eskaliert war

Der zweite Teil zeigt, wie weit der Konflikt Anfang 1996 schon eskaliert war. Bei den Source Awards im August 1995 hatte Knight Combs öffentlich verspottet. Als im Herbst 1995 ein Freund Knights in Atlanta erschossen wurde, verschärfte das die Lage weiter (mehr dazu in Teil 4). Stretchs Tod ist ungeklärt.

Die Sache mit Faith Evans eskalierte im Juni 1996, als Tupac in Hit ‘Em Up eine Affäre mit ihr behauptete. Evans hat das stets zurückgewiesen. Die Vanilla-Ice-Geschichte ist dokumentiert: Der Rapper trat Tantiemen an einen Klienten Knights ab, nachdem dieser ihn persönlich aufgesucht hatte. Gerüchte, Knight habe ihn über ein Hotelbalkongeländer gehalten, hat Vanilla Ice später relativiert.

Zum Überfall in New York äußerten sich 1995 sowohl Andre Harrell als auch Combs selbst in Vibe.

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