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1995353 Wörter · 2 Min.

Die Antwort auf „Ready to Live“: „Booker“ über den Überfall

1995 antwortet in Vibe der Mann, der Tupac laut „Ready to Live“ ins Studio bestellt hatte. „Booker“ weist jede Schuld von sich und greift Tupac an.

Original: Stellungnahme von „Booker“, im Archiv „Booker on the NY Shooting“ betitelt · Vibe · 1995

„Booker“ ist der Mann, der Tupac laut „Ready to Live“ angepiept und gegen Bezahlung zu Little Shawns Session in die Quad Studios gebeten hatte. Nach dem Interview antwortete er Vibe mit einer kurzen Stellungnahme, und die dreht den Vorwurf um.

Blut am Kopf, Ruf nach der Polizei

Booker schildert die Nacht so: Viele Leute seien im Studio gewesen, weil sich herumgesprochen habe, dass Tupac kommt. Man habe stundenlang gewartet.

Gegen Mitternacht sei Tupac aus dem Aufzug gekommen, mit Blut am Kopf und wie nach einer Schlägerei. Er sei hysterisch hin und her gelaufen und habe nach der Polizei gerufen, nicht nach einem Krankenwagen. Dann habe er Booker angesehen und gesagt, er sei der Einzige gewesen, der wusste, dass Tupac kommt. Er müsse ihn hereingelegt haben.

Der Feigling sei Tupac gewesen

Zuerst habe er das für Tupacs Strategie im Prozess gehalten und ihm nicht übelgenommen, sagt Booker. Nach dem Vibe-Interview sehe er das anders: Tupac benutze die Medien, um sich als Ziel einer großen Verschwörung darzustellen. Er glaube an seine eigenen Raps und Filmrollen.

Den Vorwurf, andere hätten geweint und seien zu Boden gefallen, wirft Booker zurück. Der eigentliche Feigling sei Tupac gewesen.

Wer „Booker“ war, bleibt offen

Wer sich hinter dem Namen „Booker“ verbarg, schrieb Vibe nicht, und auch heute lässt sich das nicht sicher sagen. Im Juni 2011 behauptete Dexter Isaac, einer der Täter gewesen zu sein, und nannte James „Jimmy Henchman“ Rosemond als Auftraggeber; Rosemond wurde dafür nie angeklagt. Ob „Booker“ mit Rosemond identisch ist, wie in Fan-Kreisen oft vermutet wird, ist nicht belegt.

Bookers Text zeigt, wie vergiftet das Klima nach dem Interview war. Statt Aufklärung gab es gegenseitige Vorwürfe, und Tupac verarbeitete die Nacht später in Songs wie Against All Odds. Gerichtlich aufgeklärt wurde der Überfall nie.

Diese Seite gibt Bookers Wortwahl nur sinngemäß wieder; das Original enthält Beleidigungen, die hier nicht zitiert werden.

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