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1996-11427 Wörter · 2 Min.

„Tupac Shakur, 1971-1996“: Der Kurznachruf in SPIN

Der knappe SPIN-Nachruf von Ende 1996 im Faktencheck: Tupacs Werdegang in Stichworten, offene Filmprojekte und der Vergleich mit James Dean.

Original: „Tupac Shakur, 1971-1996“ · SPIN, Rubrik „Soundbites“ · Julia Chaplin · Ende 1996

Wenn zwischen tödlichen Schüssen und der Auslieferung eines Magazins Wochen vergehen, bleibt Monatsheften oft nur der Telegrammstil. In der Kurznachrichten-Rubrik „Soundbites“ der SPIN fasste Julia Chaplin Ende 1996 die Fakten zusammen: Tod am 13. September in Las Vegas, sechs Tage nach den Schüssen. Tupac saß in Suge Knights BMW, beide kamen vom Boxkampf Tyson gegen Seldon. Die Täter in einem anderen Wagen waren unbekannt.

Vom Rebellen-Namen zu Death Row

Der Lebenslauf folgte in knappen Stationen. Seine Mutter, eine ehemalige Black Panther, benannte ihn nach dem peruanischen Rebellen Túpac Amaru. 1991 kam er über Digital Underground in die Szene, nahm als 2Pac drei Soloalben auf und unterschrieb 1995 bei Death Row, nach acht Monaten Haft wegen sexuellen Missbrauchs. Es folgten All Eyez on Me, die Filme Poetic Justice mit Janet Jackson, Juice und Above the Rim, dazu ein letzter Film in Arbeit.

Die Angst einer Generation: Der Vergleich mit James Dean

Am Ende stand ein Zitat von Bill Stephney, Chef von StepSun Music und früher bei Def Jam. Tupac sei eine Figur wie James Dean gewesen und habe die Angst der jungen schwarzen Generation besser ausgedrückt als jeder andere.

Was im SPIN-Text stimmt, und was verkürzt war

Die Angaben im Nachruf halten weitgehend. Die „acht Monate“ Haft sind knapp gerechnet: Tupac saß vom 23. Dezember 1994 bis zum 12. Oktober 1995 ein, also gut neun Monate. Der Namensgeber ist genauer Túpac Amaru II., ein Nachfahre der Inka-Herrscher, der 1780/81 einen Aufstand gegen die spanische Kolonialherrschaft anführte und hingerichtet wurde.

Auch musikalisch lässt sich der Ablauf präzisieren. Tupacs erste Aufnahme erschien Anfang 1991 auf der Digital-Underground-EP This Is an EP Release, sein Soloalbum 2Pacalypse Now im November 1991. Die „über fünf Millionen“ verkauften All Eyez on Me beziehen sich auf die damalige Zertifizierung, bei der jede CD eines Doppelalbums einzeln zählt.

Zwei Filme vor dem Tod abgedreht

Der unfertige Film hieß Gridlock’d, eine schwarze Komödie mit Tim Roth über zwei Junkies, die aus der Abhängigkeit wollen. Er kam im Januar 1997 in die Kinos, danach noch Gang Related. Tupac hatte beide Filme vor seinem Tod abgedreht.

Stephneys James-Dean-Vergleich tauchte 1996/97 in vielen Texten auf, auch im MTV-Rückblick zum ersten Todestag. Er beschreibt gut, warum Tupac nach seinem Tod größer wurde als zu Lebzeiten: ein junger Rebell, früh gestorben, mit einem Werk, das Fans seither immer wieder neu deuten.

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Personen in diesem Text

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