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1996-05404 Wörter · 2 Min.

Der lange Arm des Gesetzes: Tupacs Justizprobleme im Frühjahr 1996

Schuldbekenntnis, Bewährungsverstöße und ein Strafmaßtermin am 12. September: Peter Hagopian über Tupacs Justizprobleme im Frühjahr 1996.

Original: „The Long Arm of the Law Catches Up to 2Pac“ · Music Boulevard (Music Wire) · Peter Hagopian · Frühjahr 1996

Ein Benefizkonzert, gemeinnützige Arbeit vor der Strafzumessung und bis zu 16 Monate Haft: Im Frühjahr 1996 meldete Reuters, Tupac habe sich in der Vorwoche in einem Waffenverfahren aus dem Jahr 1994 schuldig bekannt. Das Urteil sollte am 12. September fallen. Peter Hagopian griff die knappe Meldung für Music Boulevard auf und zeigte einen Künstler auf Kaution, um den sich die juristische Schlinge immer enger zog.

Berufung in New York, Bewährung in Los Angeles

Hagopian zählte auf, was zu dieser Zeit noch gegen Tupac lief. Er war zwar gegen Kaution frei, doch in New York lief die Berufung gegen seine Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs. In Los Angeles wiederum warf ihm die Justiz vor, gegen Bewährungsauflagen verstoßen zu haben.

Aus einer Verkehrskontrolle wird eine Straftat

Hinter der Meldung stand ein Fall aus Los Angeles. Im Frühjahr 1994 hielt die Polizei Tupacs Wagen wegen zu schnellen Fahrens an und fand eine halbautomatische Pistole. Weil er schon 1993 in Los Angeles wegen verdeckten Waffentragens verurteilt worden war, wurde daraus eine Straftat.

Was im Frühjahr 1996 im Einzelnen geschah, ist gut belegt. Am 4. April 1996 verurteilte ihn ein Richter in Los Angeles zu 120 Tagen Haft und 1.000 Dollar Geldstrafe, weil er gegen Bewährungsauflagen in Los Angeles und New York verstoßen hatte und nicht zu einem Arbeitseinsatz an Straßenrändern erschienen war. Als Haftantritt setzte das Gericht den 7. Juni fest. Seine Anwälte legten sofort Berufung ein; am 7. Juni wurde die Haft laut MTV mit Blick auf noch offene Verfahren aufgeschoben. Nach der Anhörung sagte Tupac, was ihm Angst mache, sei der Eifer der Staatsanwaltschaft, ihn ins Gefängnis zu bringen.

Den 12. September erlebte er nicht mehr

Den im Artikel genannten Termin erlebte er nicht mehr. Für den 12. September 1996 war die Strafzumessung angesetzt; am 7. September wurde Tupac in Las Vegas niedergeschossen, am 13. September starb er. Auch die Berufung in New York war bei seinem Tod noch nicht entschieden.

Die Häufung der Verfahren zeigt, unter welchem Druck Tupac in seinem letzten Lebensjahr stand. Er war bei Death Row unter Vertrag, nahm Album um Album auf und drehte Filme, während jederzeit ein Gericht ihn wieder einsperren konnte. Viele seiner späten Texte kreisen um genau diese Mischung aus Erfolg und Bedrohung.

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Personen in diesem Text

Death Row Records