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05.08.1997399 Wörter · 2 Min.

Ein Vibe-Buch zum ersten Todestag

Fotos, Essays und das Rikers-Interview: Wie das Magazin Vibe ein Jahr nach Tupacs Tod seine Geschichte in einem Gedenkband bündelte.

Original: „Tupac Remembered In ‚Vibe‘ Portraits“ · MTV News · ohne Autorenangabe · 5. August 1997

Im August 1997, kurz vor dem ersten Jahrestag von Tupac Shakurs Tod, meldete MTV News ein Buchprojekt: Die Redaktion des Musikmagazins Vibe bringe einen gebundenen Band mit Essays und Fotoporträts heraus. Erscheinen sollte das Werk bei Crown Publishers für 25,95 Dollar. Der Zeitplan stand fest: Bis zum 13. September sollte das Buch im Handel liegen, genau ein Jahr nach Shakurs Tod in einem Krankenhaus in Las Vegas.

Fotos, Rikers Island und ein Vorwort von Quincy Jones

Laut MTV enthielt der Band Farb- und Schwarzweißfotos sowie Vibe-Geschichten aus früheren Ausgaben, die Tupacs Leben und Tod nachzeichnen: Texte über seine Kindheit, ein Interview aus der Haft auf Rikers Island und seine kurze Zeit an der Spitze der Rap-Welt bei Death Row Records.

Das Vorwort schrieb Quincy Jones, Produzent und Herausgeber von Vibe. Dazu kamen Würdigungen von Chuck D sowie den Regisseuren John Singleton und Ernest Dickerson.

1997 im Hardcover, 1998 als Taschenbuch

Das Buch erschien wie angekündigt 1997, allerdings unter einem längeren Titel als in der MTV-Meldung: Tupac Amaru Shakur, 1971-1996, herausgegeben von den Editors of Vibe. 1998 folgte eine Taschenbuchausgabe bei Three Rivers Press, die im Internet Archive katalogisiert ist.

Die Verlagsbeschreibung bestätigt den von MTV skizzierten Inhalt und wird konkreter: Enthalten sind ausführliche Interviews nach Tupacs Festnahmen in New York und Atlanta 1994, das Interview von Rikers Island aus der Vibe-Ausgabe vom April 1995 und ein weiteres nach seiner Entlassung und dem Wechsel zu Death Row.

Vom Rikers-Interview zur Arbeit an der Erinnerung

Vibe hatte Tupac in seinen letzten Jahren eng begleitet. Das Rikers-Interview „Ready to Live“ von Kevin Powell, erschienen im April 1995, war Tupacs erstes Gespräch mit einem Journalisten nach den Schüssen in den Quad Studios in New York am 30. November 1994. Es sorgte für heftige Reaktionen, bis hin zu einem Leserbrief der Klägerin aus dem Strafverfahren gegen Tupac, die sich in dem Interview falsch dargestellt sah. Mehrere dieser Texte liegen im Archiv dieser Seite.

Der Gedenkband bündelte damit Material, das Fans bereits aus dem Heft kannten, und machte es ein Jahr nach Tupacs Tod in Buchform greifbar. Er ist ein frühes Beispiel dafür, wie Medien, die ihn zu Lebzeiten begleitet hatten, nun an seiner Erinnerung arbeiteten.

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