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30.05.1997283 Wörter · 1 Min.

Quincy Jones plant einen Film über Tupac

Mai 1997: Kidada Jones’ Vater Quincy verhandelt mit Afeni Shakur über ein Tupac-Biopic. Gedreht wurde es nie, erst 2017 folgte „All Eyez on Me“.

Original: „Quincy Jones May Steer Tupac Biopic“ · MTV News · ohne Autorenangabe · 30. Mai 1997

Am 30. Mai 1997 meldete MTV News ein Vorhaben mit ungewöhnlicher Nähe: Musikproduzent Quincy Jones stand kurz vor einer Einigung mit Afeni Shakur über einen Spielfilm zu Tupacs Leben. Jones war der Vater von Tupacs letzter Freundin Kidada Jones.

Panthers, Drogensucht und Konkurrenz im Video-Regal

Der Film sollte auch Afenis Jahre bei den Black Panthers und ihren Kampf mit der Drogensucht zeigen. Es war nicht das einzige Vorhaben dieser Tage: Auch die Schauspielerin Jasmine Guy, eine Freundin Tupacs, entwickelte damals einen Film.

In den Videotheken stand damals bereits eine Dokumentation: Tupac Shakur: Thug Immortal verkaufte sich laut Videoscan in der ersten Woche rund 40.000 Mal und gehörte zu den fünf meistverkauften Videos des Landes. Beigelegt war eine CD mit einem Interview vom August 1996.

Kein Film von Jones: Erst 2017 folgte „All Eyez on Me“

Quincy Jones’ Film wurde nie gedreht. Den Spielfilm über Tupac gab es erst 20 Jahre später: All Eyez on Me kam 2017 in die Kinos, mit Demetrius Shipp Jr. in der Hauptrolle, und wurde von der Kritik überwiegend verrissen. Jada Pinkett Smith, eine von Tupacs engsten Freundinnen, kritisierte öffentlich, wie der Film ihre Beziehung zu Tupac darstellte.

Erfolgreicher war der Weg, den Afeni Shakur selbst ging: Die Dokumentation Tupac: Resurrection (2003), produziert von ihrem Label Amaru mit MTV Films, erzählt Tupacs Leben fast ausschließlich in seinen eigenen Worten und wurde für den Oscar nominiert. Jasmine Guy schrieb später eine Biografie über Afeni Shakur.

Kidada Jones war die Frau, mit der Tupac in der Nacht des 7. September 1996 in Las Vegas war. Ihr Vater Quincy Jones starb im November 2024.