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Frauen und Beziehungen1994 bis 2019

Madonna

1994 waren Tupac und Madonna kurz ein Paar. Ein Brief aus dem Gefängnis von 1995 erklärt das Ende und landete 2017 bei einem Auktionshaus.

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Es war eine der unwahrscheinlichsten Verbindungen der 1990er-Jahre: der Sohn einer Black Panther und der größte Popstar der Welt. Wie lange Tupac und Madonna zusammen waren, ist unklar. Wie es endete, steht in einem Brief, den Tupac aus dem Gefängnis schrieb.

Wie es begann

Die Beziehung fällt ins Jahr 1994. Madonna hat sie 2015 im Gespräch mit dem Radiomoderator Howard Stern öffentlich bestätigt. Wie die beiden sich kennenlernten, erzählte die Schauspielerin Rosie Perez 2014 in der Wendy Williams Show: Tupac habe sie zu einer Verleihung der Soul Train Awards begleitet, unter der Bedingung, dass sie ihn mit Madonna bekannt mache. Auf die Frage, ob es dazu kam, nickte Perez.

Oft heißt es, die beiden hätten sich bei den Dreharbeiten zu Above the Rim in New York kennengelernt und am 2. April 1994 gemeinsam eine Ausgabe von Saturday Night Live besucht; außerdem habe Tupac seinem Leibwächter Frank Alexander von „netten Wochen“ mit Madonna erzählt. Diese Details ließen sich nicht belegen.

Der Brief aus der Haft

Auf den 15. Januar 1995 ist ein Brief datiert, den Tupac in der Haft an „M“ schrieb, wenige Wochen bevor das Strafmaß im Missbrauchsprozess verkündet wurde. Die BBC nennt als Absendeort die Clinton Correctional Facility im Norden des Bundesstaats New York. Nach Berichten der Daily News saß Tupac im Januar 1995 allerdings noch im Gefängnis auf Rikers Island; in die Clinton Correctional Facility kam er erst nach dem Strafmaß im Februar. Er ist ein seltenes Dokument, weil Tupac darin offen über Hautfarbe und Image spricht. Für Madonna, schrieb er, sei es keine Gefahr, mit einem Schwarzen gesehen zu werden, es lasse sie eher offener erscheinen. Er selbst aber habe gefürchtet, wegen seines Images „die Hälfte der Leute zu enttäuschen“die ihn groß gemacht hätten.

Verletzt habe ihn ein Interview, in dem Madonna sinngemäß gesagt habe, sie wolle „all die Rapper und Basketballspieler rehabilitieren“. Aus Kränkung habe er daraufhin vieles gesagt. „Ich wollte dich nie verletzen“, schrieb er und bat sie, seine damalige Haltung als die eines jungen Mannes mit wenig Erfahrung zu verstehen, der es mit einem „extrem berühmten Sexsymbol“ zu tun hatte.

Was Tupac öffentlich sagte

Im Interview mit VIBE, das er im Frühjahr 1995 aus der Haft gab, wurde Tupac deutlicher. Er habe sich vorschreiben lassen, wer seine Freunde sein dürften, und gedacht, als „großer Black-Panther-Typ“ könne er nicht mit Madonna befreundet sein. Deshalb habe er sie schlecht gemacht, obwohl sie ihm „nichts als Liebe“ gezeigt habe. Als er ins Gefängnis kam, sei sie die Einzige ihres Formats gewesen, die bereit war, ihm zu helfen.

Der Brief vor Gericht

Im Juli 2017 bot das Auktionshaus Gotta Have Rock and Roll den Brief mit einem Mindestgebot von 100.000 Dollar an, zusammen mit anderen persönlichen Gegenständen Madonnas, die von der Kunsthändlerin Darlene Lutz stammten, einer früheren Vertrauten der Sängerin. Rolling Stone bestätigte nach BBC-Angaben die Echtheit des Schreibens. Madonna erwirkte im Juli 2017 einen vorläufigen Stopp der Versteigerung und berief sich auf ihre Privatsphäre.

Im April 2018 verlor sie den Rechtsstreit: Richter Gerald Lebovits in New York entschied aus formalen Gründen für Lutz und verwies auf eine Vereinbarung der beiden Frauen aus dem Jahr 2004. Ein Berufungsgericht in New York bestätigte die Entscheidung im Juni 2019. Im Juli 2019 bot Gotta Have Rock and Roll den Brief erneut an, wieder mit einem Mindestgebot von 100.000 Dollar. Ob und zu welchem Preis er verkauft wurde, ist in den hier geprüften Quellen nicht belegt.