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582 Wörter · 3 Min.

Verpasste Rollen und nicht realisierte Filmprojekte

Rauswurf bei Menace II Society, Studio-Veto bei Higher Learning, Pläne mit Snoop: Welche Rollen Tupac wirklich verlor und was bloßes Fan-Gerücht bleibt.

Sieben Filme stehen in Tupacs offizieller Filmografie. Fast ebenso lang ist die Reihe jener Projekte, die ihm entglitten: Rollen, die ihm angeboten wurden und die er verlor, und Pläne, die sein Tod 1996 beendete. Diese Seite trennt, was dokumentiert ist, von dem, was als „Was wäre, wenn“ im Netz kursiert.

Rauswurf bei „Menace II Society“ und ein Nachspiel vor Gericht

Die Brüder Allen und Albert Hughes hatten Tupac nach dem gemeinsamen Video zu Brenda’s Got a Baby für ihren Film Menace II Society besetzt. Er sollte Sharif spielen, einen früheren Straßenjungen, der Muslim geworden ist. Kurz nach Drehbeginn wurden Tupac und der Rapper Spice 1 entlassen. Laut Wikipedia sagte Regisseur Allen Hughes, Tupac habe am Set für Ärger gesorgt. Der Rapper MC Eiht, der A-Wax spielte, erinnert sich an ständige Einwände Tupacs zu seiner Figur: Er habe wissen wollen, warum Sharif Muslim wurde, und darauf keine Antwort bekommen. Das ist die Sicht eines Beteiligten, kein Protokoll.

Mehrere Monate später, im März 1993, schlug Tupac Allen Hughes bei einem Videodreh. Im Februar 1994 wurde er wegen Körperverletzung verurteilt und im März 1994 zu 15 Tagen Haft verurteilt; die Einzelheiten stehen bei den Rechtsfällen. Hughes sagte später (2013, laut Wikipedia), Tupac hätte die anderen Darsteller überstrahlt, „weil er größer war als der Film“. 2023 sagte Hughes in Dear Mama, Tupac habe sich später mehrfach bei ihm entschuldigt. Auf Tupacs Empfehlung bekam seine Freundin Jada Pinkett in dem Film ihre erste Filmrolle.

„Higher Learning“: Das Studio verweigert die Finanzierung

John Singleton wollte Tupac auch für Higher Learning (1995). Nach dem, was Ambrosia For Heads zusammenträgt, war die Rolle des Malik ursprünglich für ihn gedacht; sie ging dann an Omar Epps.

Tupac sagte im Vibe-Interview 1995, Singleton habe ihn aus dem Film geworfen. Singleton selbst erklärte später, das Studio habe nach Tupacs Festnahme den Film mit ihm nicht finanzieren wollen. Beide Darstellungen schließen einander nicht aus: Für Tupac fühlte es sich wie ein Rauswurf an, für den Regisseur war es eine Entscheidung von oben. Die Freundschaft hielt, wie die Seite zu Poetic Justice zeigt.

„Baby Boy“: Ein Wandbild statt der Hauptrolle

Singleton sagte, er habe Tupac in den frühen Stadien dessen im Kopf gehabt, was später Baby Boy (2001) wurde; die Rolle ging an Tyrese Gibson. Im Film hängt ein Tupac-Wandbild im Schlafzimmer der Hauptfigur, und im Soundtrack läuft Hail Mary. So bleibt Tupac im Film, ohne zu spielen.

Filmpläne mit Snoop Dogg: Besser als „Lethal Weapon“

Im April 1996 kündigte Tupac gegenüber MTV an, mit Snoop Dogg gemeinsame Filme zu drehen, besser als Lethal Weapon und Nur 48 Stunden und die „Zukunft des schwarzen Kinos“ (MTV und Snoop Dogg). Death Row plante laut MTV eine Filmabteilung.

Zu konkreten Titeln, Drehbüchern oder Terminen gibt es keine Belege; es blieb bei der Ankündigung. Zwei Filme, die er noch drehte, Gridlock’d und Gang Related, kamen erst 1997 heraus.

Biopic-Projekte und die unveröffentlichte McQueen-Dokumentation

Das Biopic All Eyez on Me (2017) hatte eine lange Vorgeschichte: Die Entwicklung begann 2011, die Regisseure Antoine Fuqua und John Singleton waren zeitweise dabei (siehe Wer spielte Tupac?). Die 2017 angekündigte autorisierte Dokumentation von Steve McQueen ist nicht erschienen (Stand Oktober 2026).

Gerüchte um „Training Day“: Fünf Jahre nach seinem Tod

Im Netz wird gefragt, ob Tupac in Training Day (2001) gespielt hätte. Keine Quelle belegt, dass er für diesen Film vorgesehen war; der Film entstand fünf Jahre nach seinem Tod. Solche Gedankenspiele sind legitim, aber sie gehören in die Diskussion, nicht in die Chronik.

Personen in diesem Text

John SingletonSnoop DoggJada Pinkett