384 Wörter · 2 Min.
Tupac vs. (Ken Peters)
Ken Peters' Doku um ein Interview, das Tupac 1995 im Gefängnis gab, mit Michael Eric Dyson, Leila Steinberg und Lehrer Arvand Elihu. Rund 65 Minuten.
- Regie
- Ken Peters
- Produktion
- Concrete Treehouse Productions
- DVD
- beim US-Label Xenon
- Erscheinungsjahr
- Copyright 2002; DVD (Xenon) laut Katalogeintrag am 24. September 2004; Filmdatenbanken nennen 2004
- Länge
- rund 65 Minuten (Händlerangaben: 70 Minuten)
- Sprache
- Englisch; in Deutschland ab 16 Jahren freigegeben
Der Titel ist Programm: Tupac vs., Tupac gegen die Welt, gegen die Medien, gegen sich selbst. Der Filmemacher Ken Peters wollte die Widersprüche zeigen, die Tupacs kurzes Leben bestimmt haben. Sein Ausgangsmaterial ist ein Interview aus dem Jahr 1995, das bis dahin nicht veröffentlicht war.
Daten zum Film
Die DVD bot Dolby-5.1-Ton, einen Kommentar des Regisseurs, eine Fotogalerie, den Originaltrailer und eine Szenenauswahl.
Worum es geht
Kern des Films ist ein Gespräch, das 1995 in der Clinton Correctional Facility im Bundesstaat New York aufgenommen wurde. Tupac saß dort ein, nachdem er im Dezember 1994 wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt worden war. Das Interview entstand also vor seiner Entlassung gegen Kaution im Oktober 1995 und vor seinem Wechsel zu Death Row Records.
Um dieses Interview herum baut Peters ein Porträt aus seltenen Fotos und Aufnahmen aus Tupacs Karriere. Kommentare kommen vom Autor Michael Eric Dyson, der 2001 die Biografie Holler If You Hear Me veröffentlichte, von Tupacs früherer Managerin Leila Steinberg und von seinem Lehrer Arvand Elihu. Außerdem soll der Künstler Rah Pacasso zu sehen sein.
Das Thema: Widersprüche
Laut Verleihtext zeichnet Peters Tupac als Figur, die vieles zugleich war, Idol, Sündenbock, Märtyrer und ein komplizierter Mensch: einer, der die Welt verändern wollte und zugleich bezweifelte, dass sie sich je ändern würde. Der Film fragt, welche Erfahrungen hinter seiner Musik standen, und lässt dazu Weggefährten und Beobachter zu Wort kommen, die Tupac aus unterschiedlichen Richtungen kannten: als Schüler, als jungen Künstler und als Gegenstand der Forschung.
Einordnung
Tupac vs. ist nach allem, was über den Film bekannt ist, ein Porträt und kein Enthüllungsfilm. Spekulationen über den Mord stehen nicht im Mittelpunkt. Ihr Wert hängt am Gefängnisinterview: Wer Tupac in dieser Lebensphase hören will, findet hier eine seltene Quelle. Für einen vollständigen Überblick über sein Leben ist der Film mit gut einer Stunde zu kurz.
Die unterschiedlichen Jahresangaben erklären sich so: Der Film trägt ein Copyright von 2002, die DVD von Xenon erschien laut Katalogeintrag der University of Tennessee am 24. September 2004. Mehr zum Prozess, der Tupac ins Gefängnis brachte, steht im Bereich Prozesse.