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292 Wörter · 1 Min.

Holler If You Hear Me: Searching for Tupac Shakur

Michael Eric Dysons Essay-Biografie von 2001: Tupac als Künstler, Denker und Widerspruch, mit Stimmen von Afeni Shakur bis Jada Pinkett Smith.

Autor
Michael Eric Dyson
Erstausgabe
September 2001, Basic Civitas Books, New York
Umfang
292 Seiten einschließlich Anmerkungen und Register
ISBN
0-465-01755-X
Deutsche Ausgabe
Tupac Shakur: Vermächtnis einer Legende, riva Verlag, München 2021, übersetzt von Peter Peschke, 287 Seiten, ISBN 978-3-96775-029-4 (Deutsche Nationalbibliothek)

Holler If You Hear Me ist eine der ersten ernsthaften intellektuellen Auseinandersetzungen mit Tupac Shakur. Der Autor Michael Eric Dyson, Jahrgang 1958, ist Universitätsprofessor und ordinierter Baptistenpfarrer; vorher hatte er vielbeachtete Bücher über Malcolm X und Martin Luther King geschrieben. Als das Buch erschien, lehrte er an der DePaul University in Chicago. Es ist auf Englisch erschienen, eine deutsche Übersetzung gibt es nicht.

Daten zum Buch

Worum es geht

Dyson schreibt keine klassische Lebensgeschichte, sondern fragt, warum Tupac nach seinem Tod größer wirkt als zu Lebzeiten. Das Buch ist in vier Teile gegliedert, die Kindheit, Jugend, Künstler und schließlich Körper, Frauenbild und Glauben behandeln. Es geht um die Herkunft aus der Black-Panther-Bewegung, um Afeni Shakur und ihre Drogensucht, um Tupacs Lektüre und Vorbilder, um Sexismus, Gewalt und seine Zwiesprache mit Gott.

Dafür sprach Dyson laut einer Mitteilung seiner damaligen Universität mit mehr als 60 Menschen, darunter Afeni Shakur, Quincy Jones, Toni Morrison, Stanley Crouch, Mos Def, John Singleton, Jada Pinkett Smith und Tupacs frühe Managerin Leila Steinberg. Außerdem wertet er erstmals veröffentlichte Videoaufnahmen aus, etwa aus Tupacs Schulzeit und ein Interview aus der Haft.

Einordnung

Ein seriöses, essayistisches Sachbuch aus kulturwissenschaftlicher Sicht. Kirkus Reviews lobte es als scharfsinnig, informativ und zeitgemäß, merkte aber an, es sei „etwas hagiografisch“Dyson nennt Tupac einen „Ghetto-Heiligen“. Publishers Weekly sah eine Leserschaft weit über Musikbiografien hinaus. Wer Fakten zu Daten und Ereignissen sucht, greift besser zu einer Biografie; wer verstehen will, wofür Tupac steht, findet hier eines der wichtigsten Bücher. Weitere Titel: Bücher.