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453 Wörter · 2 Min.

Tupac: Live at the House of Blues (Konzertfilm, 2005)

Mitschnitt von Tupacs Auftritt im House of Blues am 4. Juli 1996 mit Snoop Dogg, Tha Dogg Pound und den Outlawz, 2005 auf DVD und CD erschienen.

Aufnahme
4. Juli 1996, House of Blues, West Hollywood
Veröffentlichung
2005 auf DVD und CD; in den USA über Death Row Records und Eagle Vision, in Deutschland über Eagle Vision/edel
Länge der DVD
116 Minuten (deutsche Ausgabe)
Ton und Bild
Dolby 5.1 und Stereo, 4:3, keine Untertitel
Altersfreigabe in Deutschland
FSK 12
Bonus
fünf Musikvideos, darunter California Love (Remix), To Live & Die in L.A., Hit ‘Em Up, How Do U Want It und I Ain’t Mad at Cha
Auszeichnung
RIAA-Zertifizierung als Langform-Video am 27. April 2006; laut Zertifizierungstabelle der englischen Wikipedia Platin (die RIAA-Datenbank war maschinell nicht lesbar)

Am 4. Juli 1996 stand Tupac Shakur im House of Blues am Sunset Strip in West Hollywood auf der Bühne, gemeinsam mit Snoop Dogg, Tha Dogg Pound und Nate Dogg. Gut zwei Monate später war er tot. Der Abend gilt als sein letzter vollständig mitgeschnittener Auftritt. Neun Jahre danach erschien die Aufnahme als Film und als Album. Streng genommen ist das keine Dokumentation, sondern ein Konzertfilm; er ist hier trotzdem bei den Dokus einsortiert.

Daten zur Veröffentlichung

Das Konzert

Das Konzert war ein gemeinsamer Abend der Death-Row-Künstler. In der ersten Hälfte spielt Tupac mit seiner Crew The Outlawz, unterstützt vom R&B-Duo K-Ci & JoJo. Er eröffnet mit Ambitionz Az a Ridah und spielt unter anderem So Many Tears, Hit ‘Em Up und All About U. Drei Stücke waren damals noch unveröffentlicht: Troublesome, Tattoo Tears und Never Call U Bitch Again. Sie erschienen erst Jahre nach seinem Tod auf Platte.

In der zweiten Hälfte übernehmen Snoop Dogg, Tha Dogg Pound mit Kurupt und Daz sowie Nate Dogg mit Stücken wie Murder Was the Case, Ain’t No Fun und Gin and Juice. Tha Dogg Pound stellte dabei Me in Your World vor, das später auf Death Row Greatest Hits landete. Zum Finale kommt Tupac zurück und spielt mit Snoop 2 of Amerikaz Most Wanted.

Wer die Show sieht, erlebt Tupac auf dem Höhepunkt seiner Death-Row-Zeit: einige Monate nach dem Album All Eyez on Me, mitten in der Fehde mit der Ostküste. Seine Ansagen sind entsprechend kompromisslos, die Show insgesamt nichts für Zartbesaitete.

Einordnung

Für Fans ist der Mitschnitt ein wichtiges Dokument, weil es nur wenige professionelle Aufnahmen kompletter Tupac-Konzerte gibt. Er zeigt ihn als Live-Rapper mit enormer Präsenz, und er bewahrt drei Songs in ihrer frühen Form. Die Bild- und Tonqualität entspricht einem Clubmitschnitt von 1996, nicht einer aufwendigen Konzertproduktion.

Eine Erzählebene, Interviews oder Hintergründe bietet der Film nicht. Wer wissen will, wie dieser Sommer 1996 zu Ende ging, findet das auf der Seite zum Shooting 1996. Das Album zur Show stellt die Seite Live at the House of Blues, CD vor.