Unter den Cousins von Tupac ist Katari Cox der bekannteste, als Kastro von den Outlawz. Er war ein Teenager, als Tupac ihn ins Studio holte, und blieb den Outlawz auch nach Tupacs Tod über Jahrzehnte treu.
Familie
Katari Terrance Cox wurde am 30. Dezember 1976 geboren und wuchs in New York auf. Er wird als Sohn von Afenis älterer Schwester Gloria Jean, genannt „Glo“, bezeichnet. Glo gehörte zum engsten Kreis der Familie; die autorisierte Tupac-Biografie von Staci Robinson ist ihr gewidmet. Vanity Fair beschrieb die jungen Outlawz 1997 schlicht als „Tupacs Cousins im Teenageralter“, die in seinem Haus in Calabasas ein und aus gingen.
Vom K-Dog zu Kastro
Als Kind rappte Katari unter dem Namen K-Dog mit seinem Freund Malcolm Greenidge, dem späteren E.D.I. Mean, und mit Yafeu Fula, später Yaki Kadafi. Katari soll es auch gewesen sein, der E.D.I. mit Tupac bekannt machte. Bei den Aufnahmen zu Tupacs Album Strictly 4 My N.I.G.G.A.Z. (1993) waren die Jungen schon im Studio. Mit Mutah, dem späteren Napoleon, wurde daraus die Gruppe Dramacydal.
Auf Me Against the World (1995) ist K-Dog im Song Outlaw zu hören, auf All Eyez on Me (1996) in Tradin’ War Stories, When We Ride und Thug Passion. Während dieser Sessions gab Tupac seinen jungen Mitstreitern neue Namen nach Figuren, die die USA als Feinde betrachteten: Aus K-Dog wurde Kastro, nach Fidel Castro. Die Gruppe hieß nun Outlawz.
Mit den Outlawz
Kastro ist im Video zum Diss-Track Hit ‘Em Up (Juni 1996) zu sehen, auf dem er selbst nicht rappt, und ist auf dem Makaveli-Album The Don Killuminati: The 7 Day Theory unter anderem in Hail Mary und Life of an Outlaw zu hören.
Nach Tupacs Tod im September 1996 und dem Tod von Yaki Kadafi zwei Monate später blieben die Outlawz zusammen. Kastro war auf zahlreichen posthumen Tupac-Songs und allen Outlawz-Alben dabei, angefangen mit Still I Rise (1999). 2002 erschien mit E.D.I. das Duo-Album Blood Brothers. 2009 versuchte er sich solo, kehrte aber 2010 zur Gruppe zurück. Mitte der 2000er-Jahre bildete er mit E.D.I. Mean und Young Noble den Kern der Gruppe, wie es damals hieß.
Weitere Angaben
Es heißt, Katari habe Tupac oft im Gefängnis besucht und nach den Schüssen in Las Vegas die sechs Tage bis zu seinem Tod ununterbrochen vor dem Krankenhaus gewartet. Unabhängige Belege dafür liegen nicht vor, deshalb steht es hier nicht als Tatsache. Als Geburtsjahr wird mitunter 1977 genannt; nach den heute verfügbaren Angaben ist es 1976.