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274 Wörter · 1 Min.

The Covert War Against Rock

Alex Constantines Verschwörungsbuch (Feral House, 2000) deutet Musikertode als Geheimdienst-Aktionen, auch Tupacs. Spekulativ und ohne belastbare Belege.

Autor
Alex Constantine
Erschienen
1. Mai 2000, Feral House
Vollständiger Untertitel
What You Don’t Know About the Deaths of Jim Morrison, Tupac Shakur, Michael Hutchence, Brian Jones, Jimi Hendrix, Phil Ochs, Bob Marley, Peter Tosh, John Lennon, The Notorious B.I.G.
ISBN
0-922915-61-X
Sprache
Englisch, keine deutsche Ausgabe bekannt

Alex Constantine ist ein US-amerikanischer Autor, der seit den 1990er-Jahren Bücher über angebliche Geheimdienstoperationen veröffentlicht. The Covert War Against Rock überträgt dieses Thema auf die Popmusik: Der Tod zahlreicher Musiker sei kein Zufall, sondern das Werk staatlicher Stellen, der organisierten Kriminalität oder beider zusammen.

Daten zum Buch

Worum es geht

Constantine geht Fall für Fall durch, von Brian Jones bis Bob Marley, und sammelt Ungereimtheiten, Gerüchte und Verbindungen zwischen Musikindustrie, Polizei und Geheimdiensten. Tupac ist einer von zehn Musikern, die schon im Untertitel stehen. Die These: Hinter dem Mord in Las Vegas stehe weniger eine Fehde unter Rappern als eine verdeckte Operation nach dem Muster von COINTELPRO, dem FBI-Programm gegen die Black Panther und andere Bewegungen der 1960er-Jahre. Den großen Medien wirft der Autor vor, die Umstände solcher Todesfälle zu verschleiern.

Einordnung

Ein Verschwörungsbuch. Es stellt Fragen, die Fans seit Jahren beschäftigen, liefert aber keine überprüfbaren Belege für eine staatliche Beteiligung an Tupacs Tod. Eine zeitgenössische Besprechung in der US-Bibliothekszeitschrift Booklist fand das Buch unterhaltsam, bemängelte aber Fehler selbst bei bekannten Fakten.

Der Stand der Ermittlungen spricht gegen die Geheimdienst-These: Im August 2026 sprach eine Jury in Las Vegas den früheren Gang-Anführer Duane „Keffe D“ Davis des Mordes an Tupac schuldig. Die Anklage hatte die Tat als Racheakt nach einer Schlägerei im MGM Grand geschildert. Mehr dazu unter Compton Street Legend und Shooting 1996.