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284 Wörter · 1 Min.

Rebel for the Hell of It: The Life of Tupac Shakur

Eines der ersten Tupac-Bücher nach seinem Tod (1997): Kritiker Armond White deutet Leben und Werk politisch, anregend, aber dünn recherchiert.

Autor
Armond White
Erstausgabe
September 1997, Thunder’s Mouth Press, New York; 230 Seiten plus 22 Seiten Vorspann, mit Diskografie, Filmografie und Register; ISBN 1-56025-122-0
Zweite Auflage
Dezember 2002, Thunder’s Mouth Press, Taschenbuch, 224 Seiten, mit einem Vorwort von S. H. Fernando Jr.; ISBN 1-56025-461-0

Rebel for the Hell of It erschien nur ein Jahr nach Tupacs Tod und gehört damit zu den ersten Büchern über ihn. Geschrieben hat es Armond White, Jahrgang 1953, ein streitbarer New Yorker Film- und Musikkritiker. White war Kulturredakteur der Wochenzeitung The City Sun, ab 1997 Chefkritiker der New York Press und mehrfach Vorsitzender des New York Film Critics Circle; bekannt ist er für Urteile, die oft quer zum Konsens liegen. Das Buch ist auf Englisch erschienen.

Daten zum Buch

Worum es geht

White erzählt Tupacs Leben von der Geburt über die Kindheit mit Afeni Shakur im Umfeld der Black Panther Party, die häufigen Umzüge und die Schauspielschule bis zur Zeit als Tänzer bei Digital Underground, den Alben, Filmrollen wie Juice und Poetic Justice, der Haft und dem Tod. Sein eigentliches Interesse gilt aber der Deutung: Er liest die „Thug Life“-Persona als Teil afroamerikanischer Musiktradition, vergleicht Tupac mit so unterschiedlichen Künstlern wie Stephen Sondheim und Merle Haggard und interpretiert sogar seine Tattoos politisch.

Einordnung

Eine frühe Kritiker-Biografie, eher Essay als Recherche. Publishers Weekly bescheinigte White einzelne kluge Verbindungen, bemängelte aber „unscharfes Denken und prätentiöses Schreiben“, das Fans wie allgemeine Leser abschrecke. Die Library Journal-Besprechung kritisierte, White habe nur wenige Gespräche geführt und kaum Sekundärquellen genutzt. Für Fans, die Tupac als politische Figur verstehen wollen, ist das Buch ein Zeitdokument; als Faktenquelle haben es spätere Biografien überholt. Weitere Titel: Bücher.