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310 Wörter · 1 Min.

Murder Rap

Der frühere LAPD-Ermittler Greg Kading legt 2011 seine Sicht auf die Morde an Tupac und Biggie dar. Seine Kernthese deckt sich mit dem Urteil von 2026.

Autor
Greg Kading
Vollständiger Titel
Murder Rap: The Untold Story of the Biggie Smalls & Tupac Shakur Murder Investigations
Erschienen
Herbst 2011, One Time Publishing (Selbstverlag)
Umfang
rund 270 Seiten
ISBN
978-0-9839554-8-1
Sprache
Englisch, keine deutsche Ausgabe bekannt

Er sollte den Mord an The Notorious B.I.G. aufklären und stieß dabei immer wieder auf Tupac. Greg Kading war 22 Jahre lang Detective beim Los Angeles Police Department, zuletzt in der Abteilung für Raub und Mord. In den 2000er-Jahren leitete er eine gemeinsame Ermittlungsgruppe von Polizei und Bundesbehörden. 2010 ging er in den Ruhestand, ein Jahr später veröffentlichte er sein Buch im Selbstverlag.

Ein Buch aus dem Selbstverlag

Die These: Rache nach der Prügelei

Kading beschreibt die Arbeit seiner Ermittlungsgruppe und stützt sich stark auf Aussagen, die Duane „Keffe D“ Davis gegenüber den Beamten machte. Seine Kernthese zu Tupac: Davis’ Neffe Orlando Anderson habe geschossen, mit einer Waffe, die Davis besorgt habe. Das Motiv sei Rache für die Prügelei im MGM Grand wenige Stunden zuvor gewesen.

Kading geht weiter und behauptet, hinter beiden Morden hätten Auftraggeber aus der Musikindustrie gestanden. Dabei nennt er Sean Combs und Suge Knight. Combs wies das bei Erscheinen als „reine Fiktion“ zurück, auch Angehörige der Opfer widersprachen. Weder Combs noch Knight wurden im Fall Tupac je angeklagt.

Der Kern erweist sich als tragfähig

Murder Rap ist ein Ermittlerbericht mit eigener Agenda: fundiert in der Polizeiarbeit, aber parteiisch und in seinen weitreichenden Schlüssen umstritten. Der Kern hat sich dennoch als tragfähig erwiesen. Als Davis 2023 angeklagt wurde, galten Kadings frühere Ermittlungen als ein Baustein dafür. Im August 2026 sprach eine Jury in Las Vegas Davis des Mordes schuldig; die Anklage schilderte die Tat ähnlich wie Kading als Racheakt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, Davis hat Berufung angekündigt (Stand Oktober 2026).

Die Gegenstimme aus der Sicht von Davis selbst: Compton Street Legend. Zur Tatnacht: Shooting 1996.

Personen in diesem Text

Suge Knight