Meldung vom 10. Februar 2008
The Notorious B.I.G. vs. 2Pac: Freunde, die zu Feinden wurden
Zwei Freunde aus Brooklyn? 2008 stellte dieser Blog steile Thesen über Tupac und Biggie auf. Ein Faktencheck zu den Mythen und dem Mordurteil von 2026.
Am 10. Februar 2008 erschien im Blog dieser Seite (damals Thuglove.de / United-Tupac.Com) ein Meinungsbeitrag über Tupac und Biggie. Er deutete den Konflikt als Bruch zweier Jugendfreunde, doch der Erklärungsversuch hielt den Fakten nicht stand.
Kindheitsfreunde in Brooklyn: Die Thesen von 2008
Der Autor erzählte die Geschichte von Tupac und Biggie als die zweier Freunde, die gemeinsam in Brooklyn aufgewachsen seien und sich dann auseinandergelebt hätten. Tupac sei nach Atlanta gegangen und habe dort die Outlawz gegründet, Biggie habe sich in New York mit Puff Daddy zusammengetan. Nach dem Überfall von 1994 habe Tupac schließlich Biggie und Puffy verdächtigt.
Dazu stellte der Autor die Frage, ob stattdessen die Nation of Islam hinter dem Anschlag gesteckt haben könnte, und verwies darauf, dass sie Malcolm X ermordet habe. Am meisten verdient habe Suge Knight, der Ost und West gegeneinander aufgebracht habe.
Kennenlernen in den Neunzigern statt Kindheit in Brooklyn
Tupac und Biggie wuchsen nicht zusammen auf. Tupac wurde 1971 in East Harlem geboren, lebte später in Baltimore und ab 1988 in Marin City bei San Francisco; Biggie stammte aus Brooklyn. Kennengelernt hatten sich die beiden erst Anfang der 1990er-Jahre als aufstrebende Rapper. Die Outlawz gründete Tupac Ende 1995 nach seiner Haftentlassung, nicht in Atlanta als Rückzug.
Nach dem Überfall in den Quad Studios im November 1994 beschuldigte Tupac Biggie und Sean Combs, davon gewusst zu haben (beide wiesen das zurück); daraus wurde die bekannteste Fehde der Hip-Hop-Geschichte. Für eine Beteiligung der Nation of Islam an diesem Überfall gibt es keine Belege. Beim Mord an Malcolm X 1965 waren Mitglieder der Nation of Islam beteiligt; zwei der damals Verurteilten wurden 2021 allerdings entlastet.
Das Urteil von 2026 und Snoop Doggs Kauf von Death Row
Biggie wurde am 9. März 1997 in Los Angeles erschossen, ein halbes Jahr nach Tupac. Im Fall Tupac wurde am 31. August 2026 Duane „Keffe D“ Davis des Mordes ersten Grades schuldig gesprochen; laut Anklage war die Tat Rache für die Prügelei gegen seinen Neffen Orlando Anderson. Stand Oktober 2026: Das Urteil ist nicht rechtskräftig (Davis kündigte Berufung an), das Strafmaß ist für den 13. Oktober 2026 angesetzt.
Suge Knight wurde dafür nie angeklagt. Death Row ging 2006 in die Insolvenz und wechselte mehrfach den Besitzer, bis 2022 ausgerechnet Snoop Dogg das Label kaufte.