Meldung vom 15. September 2006
TV-Tipp 2006: Juice, City War auf ProSieben
Nachtprogramm auf ProSieben: Wie die Seite 2006 an „Juice“ von 1992 erinnerte und an Tupacs erste große Filmrolle als Roland Bishop.
Freitagnacht auf ProSieben: Am 15. September 2006 gab die Seite einen Fernsehtipp für das Nachtprogramm. In der Nacht von Freitag, dem 22. September, auf Samstag sollte der Sender um 1.30 Uhr Juice, City War zeigen. Dazu kam eine kurze Inhaltsangabe des Films, der in Deutschland unter diesem Titel lief.
Vier Freunde in Harlem: Tupacs erste große Filmrolle
Der Film feierte am 17. Januar 1992 Premiere. Für Ernest R. Dickerson, bis dahin vor allem als Kameramann von Spike Lee bekannt, war es das Regiedebüt. Juice erzählt von vier Jugendlichen aus Harlem: Quincy „Q“ Powell (Omar Epps), der als DJ Karriere machen will, Raheem (Khalil Kain), Steel (Jermaine Hopkins) und Roland Bishop, gespielt von Tupac. Nach einem Überfall, der tödlich endet, zerbricht die Clique, und Bishop wird zunehmend gewalttätig und unberechenbar.
Die Dreharbeiten fanden im Frühjahr 1991 in Harlem statt. Für Tupac, damals vor allem als Mitglied von Digital Underground bekannt, war Bishop die erste große Filmrolle. Seine Darstellung des kippenden Freundes machte ihn auf einen Schlag auch als Schauspieler bekannt.
20 Millionen an den Kassen und eine Rolle, die haften blieb
Ob die Ausstrahlung wie angekündigt lief, ließ sich heute nicht mehr anhand eines Programmarchivs prüfen. Juice selbst war schon 1992 ein Erfolg: Bei einem Budget von rund fünf Millionen Dollar spielte der Film etwa 20 Millionen ein. Roger Ebert gab drei von vier Sternen und beschrieb ihn als Geschichte mit der Qualität eines Albtraums. Der Soundtrack erreichte Platz 17 der Billboard 200 und Gold-Status.
In Tupacs Filmografie zählt Juice zu den bekanntesten Filmen. Auf Juice folgten Rollen in Poetic Justice (1993), Above the Rim (1994), Gridlock’d und Gang Related (beide 1997). Doch es war die Rolle des Bishop, die das Bild prägte, das viele Zuschauer von ihm hatten, auch weil sie oft mit seiner Person verwechselt wurde.