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Meldung vom 19. Oktober 2007

2Pacs Mörder auf der Spur: der Fall Suge Knight (Teil 2)

Vom Quad-Studios-Überfall bis zu Kadafis Tod: Wie der Blog 2007 Suge Knight zum Drahtzieher machte, und was die Fakten dazu sagen.

Archiv-Notiz: Am 19. Oktober 2007 trieb ein Meinungsbeitrag im Blog der Seite (damals Thuglove.de / United-Tupac.Com) die Verdächtigungen auf die Spitze. Als Fortsetzung von Teil 1 machte der Text einen einzigen Mann für fast alle Gewalttaten in Tupacs Umfeld verantwortlich.

Knight als Drahtzieher hinter allem

Der Autor dehnte seine These aus: Suge Knight habe womöglich schon den Überfall auf Tupac im November 1994 in New York zu verantworten, um ihn gegen seinen früheren Freund The Notorious B.I.G. aufzubringen und am Ost-West-Konflikt zu verdienen. Als Belege führte er Aussagen von Tupacs Leibwächter Frank Alexander in Dokumentationen wie Before I Wake und Nick Broomfields Biggie & Tupac an, in denen Alexander Knight belastete.

Weiter vermutete der Autor, Knight habe auch Yaki Kadafi von den Outlawz und Orlando Anderson töten lassen, weil sie zu viel wussten. Im Song „Bomb First“ sei zudem leise „Suge shot me“ zu hören.

Keine Belege, andere Spuren

Für keine dieser Behauptungen gibt es Belege. Zum Überfall in den Quad Studios 1994 vermutete Tupac selbst andere Hintermänner aus dem New Yorker Umfeld, darunter James „Jimmy Henchman“ Rosemond. Knight spielte in diesen Verdächtigungen keine Rolle.

Yaki Kadafi, Tupacs Patenbruder, nicht sein Halbbruder, wurde am 10. November 1996 in Orange, New Jersey, erschossen; ein Zusammenhang mit Knight wurde nie festgestellt. Orlando Anderson starb am 29. Mai 1998 bei einer Schießerei unter Gangmitgliedern, die mit dem Fall Tupac nichts zu tun hatte. Angebliche versteckte Botschaften in Songs sind Hörinterpretationen, keine Beweise.

Frank Alexanders Sicht auf Knight ist als seine persönliche Meinung dokumentiert. Er saß in der Tatnacht nicht in Knights Wagen, sondern fuhr ein anderes Auto der Kolonne.

Nie angeklagt: Die Ermittlungen führten zu Keffe D

Suge Knight wurde im Fall Tupac nie angeklagt. Die Ermittlungen führten zu Orlando Andersons Onkel: Am 31. August 2026 sprach eine Jury in Las Vegas Duane „Keffe D“ Davis des Mordes ersten Grades schuldig. Laut Anklage war die Tat Rache für die Prügelei gegen Anderson im MGM Grand.

Stand Oktober 2026: Das Urteil ist nicht rechtskräftig (Davis kündigte Berufung an), das Strafmaß ist für den 13. Oktober 2026 angesetzt. Mehr: Tupacs Mörder nach 22 Jahren entlarvt?

Suge KnightThe Outlawz: Tupacs eigene Crew