Meldung vom 19. August 2026
Zwei Versionen eines Mordes: Keffe Ds Aussagen von 1998 und 2008 vor Gericht
Zehn Jahre und zwei völlig verschiedene Versionen: Wie die Verteidigung im Prozess gegen Duane Davis die Glaubwürdigkeit ihres eigenen Mandanten angriff.
Am 19. August 2026 ging es im Prozess gegen Duane „Keffe D“ Davis um zwei völlig verschiedene Geschichten desselben Mannes. Der frühere FBI-Agent Wade Lee berichtete von einem „Proffer“-Gespräch (einer Aussage unter rechtlichen Zusicherungen) aus dem Jahr 1998. Davis stand damals wegen eines Kokainverfahrens unter Druck. Seine Version: Nach der Prügelei im MGM Grand sei er mit Anderson und den Freundinnen im Excalibur geblieben. Er vermutete, Compton-Polizisten im Auftrag von Suge Knight könnten geschossen haben, weil Tupac Death Row verlassen wollte.
Zehn Jahre später klingt alles anders
Im Interview mit Ermittlern des Biggie-Falls erzählte er eine andere Geschichte. Dazu sagte der frühere LAPD-Detective Daryn Dupree aus, während die Jury die Mitschnitte hörte. Das Besondere dieses Prozesses: Verteidiger Michael Sanft griff die Glaubwürdigkeit seines eigenen Mandanten an. Unter Kreuzverhör räumte Lee ein, er sei einigen Hinweisen von Davis nicht nachgegangen, etwa denen zur Compton-Polizei. Mehr zu den Versionen unter Die Ermittlungen.