Meldung vom 18. August 2026
Zeuge aus dem Death-Row-Umfeld: „Ich will Sie nicht ins Gefängnis schicken“
Tatortfotos, Hülsen und ein Zeuge wider Willen: Ein früherer Mob-Piru-Mann sagt im Tupac-Prozess aus, will Duane „Keffe D“ Davis aber nicht schaden.
Am 18. August 2026, dem zweiten Verhandlungstag mit Beweisen, bekamen die Geschworenen Fotos von Tupacs Körper und die am Tatort gefundenen Hülsen zu sehen. Dann trat James McDonald in den Zeugenstand. Das frühere Mitglied der Mob Piru arbeitete nach eigenen Angaben für Death Row Records. Er sagte, er möge Duane „Keffe D“ Davis nicht, wandte sich aber direkt an ihn: „Ich will Sie nicht ins Gefängnis schicken.“
McDonald sagt nur unter Zwang aus
McDonald beteuerte, er sei zur Aussage gezwungen worden. Er sei nicht stolz auf seine Vergangenheit und wolle Davis nicht schaden. Nach Darstellung des Review-Journal war er der anschaulichste Zeuge des Tages: Er schilderte, wie ein Streit zwischen rivalisierenden Plattenfirmen andere mit hineingezogen habe. Rolling Stone beschrieb seine Antworten auf Fragen der Anklage dagegen als ausweichend.
Die Anklage sieht die Bandenfehde als Motiv
Die Anklage sieht im Gegensatz zwischen den Mob Piru, die mit Death Row verbunden waren, und den South Side Crips das Motiv für den Anschlag. Wie die Jury diese Aussage gewichtete, ist nicht bekannt.