Meldung vom 2. Januar 2024
Kautionsanhörung vertagt: Staatsanwaltschaft sieht Zeugen durch Davis gefährdet
Telefonate aus der Zelle und Streit um ein „green light“: In Las Vegas wird die Kautionsanhörung für Duane Davis nach Vorwürfen der Anklage vertagt.
Abgehörte Telefonate und Streit um Zeugenschutz: Am 2. Januar 2024 wurde die Anhörung über eine Freilassung von Duane Davis gegen Kaution in Las Vegas vertagt. Die Staatsanwaltschaft hatte in der Woche zuvor geltend gemacht, dass er bei einer Freilassung eine Gefahr darstelle.
Die Anklage warnt vor Zeugengefahr
Als Beleg nannte sie Aufnahmen von Telefonaten aus dem Gefängnis und eine Namensliste, die Davis’ Angehörige erhalten hätten. Sie verwies auf einen Anruf im Oktober, in dem das Wort „green light“ gefallen sei, und warnte, Zeugen könnten bedroht werden.
Die Deutung sei „schlichtweg falsch“
Die Pflichtverteidiger Robert Arroyo und Charles Cano baten um Aufschub, um schriftlich zu antworten. Arroyo sagte der AP, er sehe keine Belege dafür, dass ein Zeuge benannt oder bedroht worden sei. In ihrem Schriftsatz vom 8. Januar nannten die Verteidiger die Deutung von „green light“ „schlichtweg falsch“ und erklärten, Davis habe in den Gesprächen niemanden bedroht.
Der einzige Angeklagte bleibt in Haft
Als bislang einziger Angeklagter im Fall Tupac sitzt Davis seit seiner Festnahme am 29. September 2023 ohne Kaution im Clark County Detention Center. Sein Prozess war damals für Juni angesetzt. Es galt die Unschuldsvermutung. Hintergrund: Die Ermittlungen.