Meldung vom 29. September 2023
Mordfall Tupac: Duane „Keffe D“ Davis angeklagt
27 Jahre nach der Tat nimmt die Polizei Duane Davis fest. Eine Grand Jury klagt den einzigen noch lebenden Insassen des Tatwagens wegen Mordes an.
Am 29. September 2023 nahm die Polizei von Las Vegas den 60-jährigen Duane „Keffe D“ Davis in der Nähe seines Hauses in Henderson fest. Wenige Stunden später klagte eine Grand Jury den Mann, der als einziger noch lebender Insasse des Tatwagens gilt, wegen Mordes unter Einsatz einer tödlichen Waffe an. Die Anklage nennt zusätzlich ein Bandenmotiv. Tupac war am 7. September 1996 angeschossen worden und am 13. September gestorben. Zum Zeitpunkt der Festnahme galt Davis als unschuldig.
Tod als „Anführer vor Ort“ angeordnet
Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft schoss Davis nicht selbst. Er habe als „Anführer vor Ort“ den Tod angeordnet und die Waffe besorgt, um sich an Tupac und Suge Knight zu rächen. Als Schütze gilt sein Neffe Orlando Anderson, der 1998 getötet wurde.
Eigene Aussagen beleben Ermittlungen neu
Die Polizei erklärte, Davis’ eigene Aussagen in seinem Buch Compton Street Legend und in Interviews hätten die Ermittlungen 2018 neu belebt. Die Hintergründe: Die Ermittlungen.
Stand Oktober 2026: Eine Jury in Las Vegas hat Davis am 31. August 2026 schuldig gesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, die Verteidigung hat Berufung angekündigt.