Meldung vom 15. Dezember 2017
Gefunden und verschwunden: Die angebliche Tatwaffe aus Compton
1998 in Compton gefunden, 2006 getestet, 2017 verschwunden: Die widersprüchlichen Berichte um eine angebliche Tatwaffe im Mordfall Tupac Shakur.
Am 30. Mai 1998 fand ein Anwohner in einem Hinterhof in Compton eine Glock Kaliber .40. Die Polizei von Compton nahm sie als Fundsache auf. Fast zwanzig Jahre später wurde daraus eine neue Spur: Im Dezember 2017 löste die A&E-Serie Who Killed Tupac? Schlagzeilen aus (siehe Serienstart).
Ein Treffer, der Las Vegas nie erreichte
Nach Berichten von TMZ, die AllHipHop und Vibe aufgriffen, übernahm das Sheriff’s Department im Jahr 2000 die Polizei von Compton. Rund 3.800 Waffen kamen dorthin, dabei auch diese. 2006 habe ein Deputy sie testen lassen, das Ergebnis sei ein Treffer gewesen. Ein Bundesanwalt habe empfohlen, die Waffe nicht nach Las Vegas zu geben, um mögliche Mittäter nicht zu warnen. Die Polizei von Las Vegas wisse nicht, wo die Waffe sei.
Zerstört oder verschollen: Keine Version ist belegt
Gut eine Woche später meldete The Source eine abweichende Version: Die Waffe sei von Bundesbeamten zerstört worden, der Test habe nur eine Möglichkeit ergeben. Belegt ist beides nicht. Mehr zum Stand: Ermittlungen.