Meldung vom 12. September 2012
Digital Domain: Insolvenz nach der Tupac-Projektion
Im April schuf Digital Domain die Tupac-Projektion für Coachella, fünf Monate später war das Studio pleite: Gläubigerschutz nach Chapter 11.
Im April 2012 schuf das von Regisseur James Cameron mitgegründete Effektstudio die Tupac-Projektion für Coachella. Am 12. September 2012 meldeten Medien, dass die Digital Domain Media Group Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt hat.
Die Aktie stürzt von 9,20 Dollar auf 55 Cent
Dabei lag der Börsengang erst zehn Monate zurück. Nach dem Coachella-Auftritt war die Aktie kurz bis auf 9,20 Dollar gestiegen, zuletzt stand sie bei 55 Cent. In den Gerichtsunterlagen erklärte der Sanierungsbeauftragte Michael Katzenstein, dem Unternehmen gehe das Geld aus; zudem habe es Auflagen seiner Kreditgeber verletzt.
Vorstandschef John Textor war in der Vorwoche zurückgetreten, rund 320 Beschäftigte hatten ihre Stelle verloren. Laut AP wollte die Investmentfirma Searchlight Capital Partners das Kerngeschäft für 15 Millionen Dollar übernehmen. Rolling Stone und Complex berichteten ebenfalls.
Die Hologramm-Tour wird unwahrscheinlich
Der Auftritt brachte dem Studio Aufmerksamkeit, rettete es aber nicht. Complex hielt die Hologramm-Tour damit für unwahrscheinlich; siehe Dres Dementi.