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Meldung vom 17. April 2012

Hologramm-Auftritt spaltet die Hip-Hop-Szene

Nas nannte es „genial“, andere reagierten mit Skepsis: Wie Tupacs Hologramm bei Coachella 2012 die Hip-Hop-Szene spaltete.

In den Tagen nach Coachella mischten sich Staunen und Skepsis: Tupacs Auftritt als Projektion spaltete die Szene.

„Genial“ für Nas, ein „Trip“ für Warren G

Nas nannte die Idee gegenüber Billboard „genial“: Tupac sei fast wie Elvis geworden, von dem manche glaubten, er lebe noch. Kendrick Lamar sagte MTV, er habe nicht geahnt, dass Dre so etwas plane. Warren G sprach laut The Source von einem „Trip“.

Der echte Tupac hätte Coachella nie gegrüßt

Ein Billboard-Kommentar fiel nüchterner aus: Das Publikum habe die Szene sichtlich unsicher aufgenommen. Der Zuruf an das Festival wäre vom echten Tupac nie gekommen, denn Coachella gab es erst drei Jahre nach seinem Tod.

Im Guardian schrieb Alex Macpherson, die „Wiederauferstehung“ sei ein weiterer Meilenstein in Tupacs Mythos, passend zur zähen Legende, er lebe noch. Zugleich verwies er darauf, dass Tupac längst in Statuen, Comics und Videos nachgebildet worden war.

Der Auftritt entfachte eine Grundsatzdebatte, die später auch andere Nachlässe betraf: Wie weit darf man Verstorbene auf die Bühne holen?

Dr. Dre