Meldung vom 30. Mai 2011
Hacker stellen „Tupac lebt in Neuseeland“ auf die Website von PBS
Ende Mai 2011 drangen Hacker der Gruppe LulzSec in Seiten des US-Senders PBS ein und verbreiteten dort die Meldung, Tupac lebe in Neuseeland.
Am letzten Mai-Wochenende 2011 stand auf einer Seite der Nachrichtensendung PBS NewsHour eine erstaunliche Meldung: Tupac sei am Leben, es gehe ihm gut, er wohne in Neuseeland. Geschrieben hatte sie nicht die Redaktion, sondern die Hackergruppe LulzSec, die in Systeme des öffentlichen US-Senders PBS eingedrungen war.
Rache für eine Dokumentation
Bemerkt hatte den Eingriff David Fanning, ausführender Produzent der Reihe Frontline. Am Montagmorgen war die Falschmeldung wieder verschwunden. LulzSec erklärte, man habe auf die eine Woche zuvor ausgestrahlte Frontline-Dokumentation „WikiSecrets“ über die Enthüllungsplattform WikiLeaks reagiert, von der die Gruppe „wenig beeindruckt“ gewesen sei. Neben der Tupac-Meldung veränderten die Hacker eine weitere PBS-Seite und veröffentlichten Zugangsdaten zu zwei anderen. Fanning nannte den Angriff laut rap.de enttäuschend und verantwortungslos; PBS sei offen für Kritik an dem Film gewesen.
Ein Gerücht, das nicht totzukriegen ist
rap.de merkte an, Verschwörungstheorien rund um Tupac seien kaum auszurotten, und erinnerte daran, dass schon im Dezember 2010 gefälschte Berichte über eine angebliche Festnahme von Suge Knight im Mordfall Tupac über Twitter die Runde gemacht hatten, zusammengeschnitten aus Fernsehbildern. Was an den Überlebensmythen dran ist, prüft der Faktencheck „Lebt Tupac?“.