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Meldung vom 14. April 2011

FBI gibt Akten frei: Tupac erhielt Drohungen aus dem Umfeld der JDL

Drohung, Versteck, Rechnung: Im April 2011 freigegebene FBI-Akten beschreiben, wie die Jewish Defense League Rapper wie Tupac und Eazy-E erpresst haben soll.

Mitte April 2011 gab das FBI Unterlagen frei, die es zu Tupac Shakur angelegt hatte, an einigen Stellen geschwärzt. Die israelische Zeitung Haaretz und die Jewish Telegraphic Agency berichteten über den brisantesten Teil: Nach den Akten hatte Tupac Todesdrohungen aus dem Umfeld der Jewish Defense League (JDL) erhalten, einer von Meir Kahane gegründeten Gruppe.

Eine Masche in drei Schritten

Die Unterlagen beschreiben ein Muster, das nicht nur Tupac traf. Zuerst gingen bei einem Rap-Star Todesdrohungen ein. Dann boten Leute aus dem JDL-Umfeld „Schutz“ an: Der Künstler und seine Familie wurden an einen sicheren Ort gebracht, meist ein privates Anwesen, bewacht von bewaffneten Leibwächtern. Schließlich hieß es, man habe mit der Gegenseite eine Einigung erzielt, und der Betroffene zahlte für die Dienste, nach den Akten Summen um 50.000 Dollar. Namentlich genannt werden Tupac und Eazy-E. Die JDL antwortete nicht auf Anfragen der JTA.

Ganz neu war die Spur nicht. Schon im September 2000 hatte The Smoking Gun Unterlagen veröffentlicht, nach denen das FBI jahrelang Erpressungsversuche aus diesem Umfeld gegen Rapper geprüft hatte; davon erzählt der Beitrag FBI prüfte Erpressung von Rappern durch JDL-Umfeld. Wie die Ermittlungen zu den Schüssen von Las Vegas verliefen, steht unter Ermittlungen.

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