Meldung vom 6. Juli 2005
Prozess um Biggies Tod platzt, Tupacs früherer Leibwächter hatte ausgesagt
In der Zivilklage der Familie Wallace gegen Los Angeles ging es auch um Death Row und Tupac. Am 6. Juli 2005 wurde der Prozess abgebrochen.
Im Juni 2005 begann in Los Angeles ein Zivilprozess, der auch Tupacs Umfeld berührte. Die Familie von The Notorious B.I.G., seine Mutter Voletta Wallace und seine Witwe Faith Evans, hatte die Stadt Los Angeles und ihre Polizei verklagt. Der Vorwurf: Die Behörde habe die Beteiligung eines Polizisten an Biggies Tod im März 1997 vertuscht. Nach Darstellung der Familie hatten mehrere Beamte Verbindungen zu Gangs und arbeiteten zeitweise als Sicherheitsleute für Death Row Records, Tupacs Plattenfirma.
Die Aussage von Kevin Hackie
Einer der ersten Zeugen war Kevin Hackie, früher Leibwächter Tupacs und laut Rolling Stone in den drei Jahren bei Tupac zugleich Informant des FBI. Vor Gericht rückte er von Äußerungen ab, die ihm im Juni 2004 zugeschrieben worden waren und den Polizisten David Mack als verdeckten Helfer von Death Row bezeichnet hatten. Er sagte aber, er habe Mack bei mehreren Death-Row-Veranstaltungen gesehen, gelegentlich im Gespräch mit Labelchef Suge Knight. Außerdem gab Hackie an, der damalige Sicherheitschef von Death Row habe Tupacs Tod in Las Vegas 1996 rächen wollen, weil er Biggie dafür verantwortlich hielt.
Abbruch nach einem anonymen Hinweis
Am 6. Juli 2005 erklärte das Gericht den Prozess für gescheitert. Ein anonymer Hinweis hatte zu Unterlagen über Biggies Tod geführt, die die Polizei zurückgehalten hatte. Der Anwalt der Familie, Perry Sanders Jr., kündigte an, den Fall weiterzuverfolgen. Ein Urteil gab es nicht; die Aussagen blieben Behauptungen von Zeugen.
The Notorious B.I.G. (Christopher Wallace)Faith EvansSuge Knight