Meldung vom 6. Oktober 2003
Früherer Bad-Boy-Präsident erhebt in einer Klageschrift Vorwürfe gegen Sean Combs
Kirk Burrows brachte Sean Combs im Oktober 2003 in einer Zivilklage mit Tupacs Tod in Verbindung. Combs' Anwalt nannte die Behauptungen abwegig.
Anfang Oktober 2003 sorgte eine Zivilklage in New York für Schlagzeilen. Kirk Burrows, früher Präsident von Sean Combs’ Firma Bad Boy Entertainment, verlangte von Combs 25 Millionen Dollar. Anlass war nach dem Bericht von laut.de ein geplatztes Geschäft rund um die Sängerin Mary J. Blige. In seinem 37 Seiten langen Schriftsatz, aus dem die New York Post zitierte, ging Burrows aber weit über diesen Streit hinaus.
Schwere Behauptungen, kaum Einzelheiten
Burrows behauptete, Combs habe beim Ausbau von Bad Boy eine Gruppe aufgebaut, die mit Gewalt Macht im Rapgeschäft gewinnen sollte. Er brachte Combs mit den tödlichen Schüssen auf einen Leibwächter von Suge Knight bei einer Party 1995 in Atlanta in Verbindung und behauptete außerdem, Combs habe indirekt den Tod Tupacs 1996 veranlasst. Konkrete Angaben zu Tupac machte er laut laut.de nicht. Sein Anwalt kündigte an, dem Gericht weitere Beweise vorzulegen.
Combs’ Anwalt Benjamin Brafman nannte die Vorwürfe nach dem Bericht „an den Haaren herbeigezogen“. Zur Schießerei in Atlanta hatte Combs bereits 1996 in einem Vibe-Interview erklärt, er sei nicht beteiligt gewesen.
Einordnung
Es handelte sich um Behauptungen in einer Zivilklage, nicht um Ergebnisse polizeilicher Ermittlungen. Wie die Ermittlungen zum Tod Tupacs weitergingen, zeigt das Dossier Der Fall Keffe D. Zum Verhältnis zwischen Tupac und Combs: Sean Combs.