Meldung vom 7. August 2003
„The Textual Appeal of Tupac Shakur“: Die Universität in Seattle bietet einen Tupac-Kurs an
Zum Herbst 2003 bot die University of Washington in Seattle einen Kurs an, der Tupacs Texte neben Sun Tzu, Machiavelli und Frantz Fanon las. Rund 20 Studierende meldeten sich an.
An der University of Washington in Seattle stand im Herbstquartal 2003 Tupac auf dem Lehrplan. Die Hochschule stellte am 7. August 2003 in ihrem Nachrichtendienst UW News den Kurs „The Textual Appeal of Tupac Shakur“ vor. Er lief als sogenannte Fokusgruppe im Programm Comparative History of Ideas, einem fächerübergreifenden Studiengang. Etwa 20 Studierende hatten sich eingeschrieben. Wer mitarbeitete und ein Abschlussprojekt ablieferte, bekam zwei allgemeine Leistungspunkte.
Machiavelli, Sun Tzu und Fanon
Geleitet wurde der Kurs von Georgia Roberts, einer Doktorandin der Anglistik, die im Programm als Tutorin arbeitete. Sie hörte Tupac nach eigener Aussage seit ihrem 16. Lebensjahr. Pflicht war der Kurs für sie nicht, extra bezahlt wurde sie dafür auch nicht. Ihr Ansatz: Über Tupacs Texte sollten die Studierenden an schwere Klassiker herangeführt werden, an Die Kunst des Krieges von Sun Tzu, an Machiavellis Der Fürst und an Frantz Fanons Die Verdammten dieser Erde. Als Beispiel für ein Motiv in Tupacs Werk nannte der Bericht auch Christopher Marlowes Drama über Doktor Faustus. Es gehe um einen gemeinsamen Ausgangspunkt, sagte Roberts, um ein Gespräch über etwas, worüber die Studierenden ohnehin redeten. Der Programmleiter John Toews lobte die Methode als gute Lehrpraxis.