Meldung vom 19. November 2002
Michael Medved greift in USA Today die Verehrung Tupacs an
Im November 2002 kritisierte der Filmkritiker Michael Medved in USA Today, Tupac werde trotz Vorstrafen und Gewalttexten zur Kultfigur erhoben.
Sechs Jahre nach seinem Tod streitet die US-Öffentlichkeit darüber, wie man Tupac erinnern soll. Im November 2002 veröffentlichte der Filmkritiker und Radiomoderator Michael Medved in der Zeitung USA Today einen Meinungsbeitrag, über den AllHipHop am 19. November berichtete. Medved gehörte dem Kreis ständiger Gastautoren des Blattes an.
„Glorify violent and self-destructive black thugs“
Medved warf der Unterhaltungsbranche vor, gewalttätige und selbstzerstörerische schwarze Männer zu verherrlichen. Tupacs Vorstrafen und seine gewalttätigen Texte machten ihn ungeeignet als Ikone der Popkultur und als Namensgeber eines Friedensgartens. Dass Tupac nach dem Tod so beliebt sei, spiegle die rassistische Vorstellung, kriminelle Gewalt sei Ausdruck afroamerikanischer Echtheit. Dabei stamme Tupac aus einem gebildeten, intellektuellen und radikalen Elternhaus.
Als weiteres Beispiel nannte Medved Denzel Washingtons Oscar für die Rolle eines korrupten Polizisten in Training Day. Medved hatte 1992 das Buch Hollywood vs. America veröffentlicht. Tupacs politische Prägung beschreibt die Seite Tupac und Politik.